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Produktionswert und wirtschaftliche Bedeutung

Am gesamten Produktionswert der in Hamburg erzeugten landwirtschaftlichen Erzeugnisse von ca. 150 Mio. € sind der Gartenbau mit ca. 85 Mio. € und der Obstbau mit ca. 23 Mio. € beteiligt, auf die klassische Landwirtschaft entfallen ca. 15 Mio. €. Neben den Blumen und Zierpflanzen ist damit der Anteil von Obst und Gemüse mit etwa 47% am gesamten Produktionswert der Hamburger Agrarwirtschaft sehr hoch. Beide Bereiche decken mit den Baumschulerzeugnissen mehr als 90 % des gesamten Produktionswertes ab und kennzeichnen gleichzeitig den typischen Bedarf der Hamburger Bevölkerung.

Neben diesen Einkünften aus landwirtschaftlicher und  gärtnerischer Tätigkeit wird in einer Vielzahl von Betrieben eine Einkommensdiversifizierung und Ergänzung über Vermietung und Verpachtung und Aufnahme zusätzlicher Dienstleistungen vorgenommen, die einerseits das Familieneinkommen ergänzt und andererseits im großem Umfang zur wirtschaftlichen Stabilität der Betriebe in der Metropolregion beiträgt. Die wirtschaftliche Bedeutung der Agrarwirtschaft kann nicht allein an diesen  Produktionswerten gemessen werden, sondern muss in enger Verbindung mit dem vor- und nachgelagerten Bereichen, insbesondere in Verbindung mit Handwerk und Handel, in den geschlossenen Anbaugebieten "Altes Land" und "Vier- und Marschlanden" gesehen werden. Die Attraktivität des Hamburger Großmarktes für Obst, Gemüse und Blumen wird entscheidend von der Produktvielfalt der Hamburger Gartenbauproduktion geprägt. Die umfangreiche Pferdehaltung in den landwirtschaftlichen Betrieben trägt darüber hinaus zum guten Ruf Hamburgs als Pferdesportstadt bei.

Flächen, Betriebe und Arbeitskräfte  

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat eine Gesamtfläche von 75.533 ha. Die land- und forstwirtschaftlich genutzte Fläche Hamburgs umfasst ca. 19.400 ha. Dies entspricht etwa 26% der gesamten Fläche Hamburgs. Seit 1972 nahm dieser Anteil um 12% ab, während die überbaute und versiegelte Fläche (Gebäude- und Freifläche, Verkehrsfläche) um 9 % anstieg.

 Struktur von Landwirtschaft und Gartenbau in Hamburg

Wirtschaftssparte Betriebe Familienarbeitskräfte*) Fläche in ha
  Freiland unter Glas
Landwirtschaft ca. 140 ca. 250 11794 -
Obstbau 209 373 1449 -
Gemüsebau 251 660 507 38
Blumen- und Zierpflanzenbau 541 1536 313 148
Baumschulen 12 163 166 -
Mehrsparten-Gartenbau 106 225 91 11
Summe 1259 3207 14517 197

 *) Außerdem etwa 2.000 Fremd-Arbeitskräfte im Obst-, Gemüse-, Zierpflanzen-, Mehrsparten-Gartenbau.

Quelle: Wirtschaftsbehörde Hamburg (2001): Plan des Landes Hamburg zur Entwicklung des ländlichen Raumes nach VO (EG) Nr. 1257/1999, Gartenbauberatung Landwirtschaftskammer Hamburg 2001, Faxmitteilung mit Daten der Wirtschaftsbehörde, der Landwirtschaftskammer Hamburg und des Gartenbauverbandes v. September/Oktober 1999