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Die Weide nimmt in Hamburg  etwa 2% der Waldfläche ein. Dabei handelt es sich meist um kleine Flächen, die streifenweise an Gewässer anschließen. Natürlicherweise käme diese Baumart in Hamburg ebenfalls im Auenbereich der Bäche und Flüsse vor. An der Elbe finden sich sehr seltene, einheimische Weidenarten, die sich besonders als "Wasserbauholz" für Uferbefestigungen eignen: die Stecklinge wachsen auch bei wechselnden Wasserständen zu dichten, die Ufer schützenden Gebüschen heran.

Das Holz der Weide ist leicht, weich und wenig dauerhaft. Aus Weidenruten werden bis heute Körbe, Zäune und sogar Möbel geflochten. Durch wiederholtes Beschneiden der Bäume in Kopfhöhe zur Gewinnung von Weidenruten entstehen "Kopfweiden", die für viele Marschgebiete landschaftsprägend sind. Früher wurde die Weidenrinde als entzündungshemmendes Arzneimittel verwendet. Ihr Wirkstoff ist mit der Acetylsalicylsäure verwandt.

Sie wird in Hamburg bis zu 15 m hoch, wächst in den ersten Jahrzehnten sehr schnell, wurzelt mit weitverzweigten Ausläufern. Sie verjüngt sich als Baumart mit Pioniercharakter bei uns natürlich und wird auch künftig ihren Anteil behaupten.

Abbildung aus "Sammlung naturkundlicher Tafeln -  Sträucher und Bäume", Claus Caspari, Kronen-Verlag Hamburg ( 1960).  © Rechte bei Susanne de Zarobe-Cramer "nature in picture", Hamburg