Die
Weide nimmt in Hamburg etwa 2% der Waldfläche ein. Dabei handelt
es sich meist um kleine Flächen, die streifenweise an Gewässer anschließen. Natürlicherweise käme diese
Baumart in Hamburg ebenfalls im Auenbereich der Bäche und Flüsse vor. An der
Elbe finden sich sehr seltene, einheimische Weidenarten, die sich besonders als
"Wasserbauholz" für Uferbefestigungen eignen: die Stecklinge wachsen auch bei wechselnden
Wasserständen zu dichten, die Ufer
schützenden Gebüschen heran.
Das Holz der Weide ist leicht, weich und wenig
dauerhaft. Aus Weidenruten werden bis heute Körbe, Zäune und sogar Möbel
geflochten. Durch wiederholtes Beschneiden der Bäume in Kopfhöhe zur Gewinnung
von Weidenruten entstehen "Kopfweiden", die für viele Marschgebiete
landschaftsprägend sind. Früher wurde die Weidenrinde als
entzündungshemmendes Arzneimittel verwendet. Ihr Wirkstoff ist mit der
Acetylsalicylsäure verwandt.
Sie wird in Hamburg bis zu 15 m hoch, wächst in den ersten Jahrzehnten sehr
schnell, wurzelt mit weitverzweigten Ausläufern. Sie verjüngt sich als Baumart mit Pioniercharakter bei
uns natürlich und wird auch künftig ihren Anteil behaupten.