Wasser ist eines der wichtigsten Elemente im Naturhaushalt und Grundlage
allen Lebens, auch der Wald braucht zur Aufrechterhaltung seiner Lebensvorgänge
einen erheblichen Teil des Niederschlages; ein weiterer Teil wird von Ästen,
Zweigen und Blättern aufgefangen und verdunstet von dort. Wegen der guten
Wasserdurchlässigkeit des Waldbodens gelangt im Wald aber dennoch ein hoher
Anteil des Niederschlages in das Grundwasser und speist die Quellen, während
bei anderer Nutzung der größte Teil der Niederschläge häufig oberflächlich
abfließt und deshalb nicht zur Grundwasseranreicherung beiträgt.
Ein Quadratmeter Waldboden kann in seinen obersten 10 Zentimetern bis zu 50
Liter Niederschlagswasser speichern, das dann langsam ins Grundwasser versickert
und der Wasserversorgung zur Verfügung steht. Wasser aus Waldgebieten ist
mechanisch und biologisch gereinigt. Da im Wald außerdem - abgesehen von
Ausgleichskalkungen gegen Immissionsbelastungen - keinerlei Dünger verwandt
wird, ist auch die Nitratbelastung des Grundwassers aus dem Wald wesentlich
geringer als bei anderen Nutzungen.
Forstliche Pflegemaßnahmen
Durch die Wahl entsprechender Baumarten, Bestandesaufbau- und Waldhumusformen
hat die forstliche Pflege erheblichen Einfluss auf Wassergüte, Wassermenge und
Stetigkeit der Wasserspende. Der in Hamburgs Wäldern traditionelle Verzicht auf
die Anwendung von Bioziden garantiert reines Wasser aus dem Wald.