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Schadstufe 0 Schadstufe 1 Schadstufe
2 Schadstufe
3 Schadstufe 4
Waldschäden 2001
Die Untersuchung erfasste 2357 Einzelbäume an 165
Probepunkten verteilt über ganz Hamburg. Das Gesamtergebnis
weist im Vergleich zum Vorjahr mit 22,6 % einen nahezu unveränderten
Anteil höherer Schadstufen (2, 3 und 4) aus. Dagegen ist eine deutliche
Zunahme geringer Schäden zu Lasten der Schadstufe 0 um 8,8 % im Jahr 2001
zu verzeichnen. Insofern sind die Unterschiede zum Vorjahr weitgehend
unerheblich, da die Grenzen zwischen der Schadstufe 0 und 1 fließend sind
und keine nachhaltigen Auswirkungen haben. In der Entwicklung der
Hauptbaumarten zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede.
Die Ergebnisse bei den einzelnen Baumarten
 | Kiefer Bei
der Kiefer erhöht
sich die Zahl von Bäumen mit geringen Schäden um 9,1% zu Lasten der vom
Kronenbild als vital eingestuften Bäume. Der Anteil der höheren
Schadstufen ist dagegen nur geringfügig um 5 Bäume oder 0,7 % gestiegen.
Einen erheblichen Beitrag dazu dürfte der in diesem Jahr sehr häufig
beobachtete Blüheffekt in den Oberkronen geleistet haben. Bezogen auf die
Gesamtstichprobe wurde 2001 bei 178 Bäumen ein mittelstarker, bei 10 Bäumen
sogar ein starker Blüheffekt festgestellt. Im Vorjahr waren davon lediglich
9 bzw. 3 Kiefern betroffen. |
 | Fichte Für die Fichte ergibt sich insgesamt ein deutlicher
Anstieg des Schadniveaus. Der Anteil in Schadstufe 0 ist um 6,7 % gesunken,
die Zahl der gering geschädigten Fichten hat sich dagegen um 5,3 % und die
der mittelstark geschädigten Bäume um 2,2 % auf 34,4 % erhöht. Eine
geringfügige Verbesserung ergibt sich lediglich für die Gruppe der stark
geschädigten Bäume, die um 0,7 % oder drei Bäume abgenommen hat. Die
negativen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind vermutlich auf die
lang anhaltende Sommertrockenheit zurückzuführen. |
 | Lärche und Douglasie Bei den Nadelbaumarten Lärche
und Douglasie fällt die Verschiebung von
Schadstufe 0 zu Schadstufe 1im Vergleich zum Vorjahr besonders hoch aus. Bei
der Lärche sinkt der Anteil vitaler Bäume um 16,9 %, bei der Douglasie um
14,1 % bei gleichzeitigem Anstieg der Schadstufe 1 um 16,3 bzw. 12,3 %. Während
die Zahl mittelstark bis stark geschädigter Lärchen konstant bleibt, erhöht
sich der Anteil der Schadstufe 2 bei der Douglasie um einen Baum oder 2 %.
Da bei beiden Baumarten keine nennenswerten biotischen oder abiotischen Schäden
festgestellt werden konnten, ist auch hier als Einflußfaktor die
langanhaltende Sommertrockenheit wahrscheinlich.
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 | Eiche Für
die Eiche
ergibt sich im Vergleich zum Gesamtergebnis eine überproportionale
Verschiebung zu den höheren Schadstufen. In Schadstufe 0 fallen 22,8 %
weniger Bäume als im Vorjahr, die leichten Schäden haben dagegen um 17,7 %
auf 38,0 % zugenommen. Gleichzeitig treten auch mittelstarke und starke Schäden
um 5,3 % häufiger auf und erreichen einen Anteil von 15,3 %. Die Zunahme
der Schäden dürfte zumindest teilweise auf die gestiegenen Fraßschäden
durch Frostspanner und Eichenwickler zurückzuführen sein. In diesem Jahr
wurden immerhin bei 61 Eichen leichte, bei weiteren 21 Bäumen mittelstarke
Fraßschäden festgestellt. Im Vorjahr waren es dagegen lediglich 21 Bäume
bzw. ein Baum. |
 | Buche Die
Buche ist die einzige Hauptbaumart des
Untersuchungsgebietes, bei der im Vergleich zum Vorjahr sowie zum
Gesamtergebnis eine deutliche Verbesserung des Vitatlitätsniveaus
festzustellen ist. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der Anteil von Bäumen
ohne sichtbare Schadmerkmale von 22,7 % auf 33,6 % (+10,9 Prozentpunkte).
Gleichzeitig sinkt der Prozentsatz deutlich geschädigter Exemplare
(Schadstufen 2-4) um 12,6 % auf 30,7 %. Entscheidend für diese Entwicklung
ist offensichtlich, dass in diesem Jahr keine Früchte gebildet wurden,
während im Vorjahr
mehr Früchte zu Lasten der Blattmasse gebildet wurden und es damit zu
wesentlich erhöhten Schadprozenten kam. |
 | Andere Baumarten In der Baumartengruppe
der Weich-Laubhölzer dominieren Birken und Erlen,
dazu kommen geringere Anteile an Pappeln
und Weiden. Die Veränderungen zum
Vorjahreszeitraum beschränken sich auf eine deutliche Zunahme in Schadstufe
1 um 10,6 % zu Lasten der Schadstufe 0. Der Grund dürfte ebenfalls in der
lang anhaltenden Sommertrockenheit zu suchen sein, die besonders bei Birken
auf schlecht wasserversorgten Standorten zu einem vorzeitigen Blattabfall führte.
Die
Hartlaubhölzer Ahorn
und Esche
spiegeln den allgemeinen Trend wider, allerdings in deutlich abgeschwächter
Form. Insgesamt ergeben sich daher keine nennenswerten Veränderungen zum
Vorjahr.
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