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Wildes Veilchen zwischen Bio-Weihnachtsbäumen Gefährliche Waldarbeit: mit der Motorsäge im Starkholzeinschlag Erholung im standortsgerechten Eichen-Buchenwald Blockhaus-Baukunst aus heimischer Kiefer
Buchenbrennholz im Trockenstapel Naturnahe Erlenbestände am Flußufer Fliegenpilze gehören zum naturnahen Wald

Hamburg - nicht nur auf Holz gebaut

Die Ansprüche an den Wald haben sich geändert: war er für den Menschen zuerst Sammel- und Jagdgebiet, später Weide- und Rodeland, so bestimmte in der Neuzeit der Bedarf an Holz die Bedeutung des Waldes. Aus ungeregelten, häufig waldzerstörenden Holznutzungen entwickelte sich zuerst in Deutschland eine geregelte Forstwirtschaft.

Schon im 12. und 13.Jahrhundert wurde der Wald in Hamburg stark zurückgedrängt: Schiffbau, Hafenbau, Holzhäuserbau (zumal auf dem sumpfigen Grund viele Pfähle in den Boden gerammt werden mussten) - überall wurden große Mengen von gutem Bauholz und hier insbesondere Eichen benötigt. Holz war in der damaligen Zeit neben Torf auch der einzige Energiespender.

Eine planmäßige Forstwirtschaft gab es nicht, vielmehr wurde an den ausgedehnten Wäldern Raubbau betrieben. Dieser Zustand wurde mit der Zeit unhaltbar: im Jahre 1798 stellte die Stadt erstmalig einen ausgebildeten Forstmann für das Amt des hamburgischen Waldvogts ein. Der bisher übliche willkürliche Holzeinschlag wurde unterbunden, die systematische Aufforstung der ausgeräumten Waldungen betrieben und das Holz durch öffentliche Versteigerungen verkauft. Seitdem wird in Hamburg eine ordnungsgemäße Forstwirtschaft betrieben.

Besonders in der Nähe der Städte und in Ballungsräumen ist der Wald stark zurückgegangen. Der Waldverlust hat Hamburg besonders stark betroffen, nur noch 5,5% der Landesfläche sind bewaldet. Mit einer Waldfläche von 26 qm pro Einwohner gehört Hamburg - neben Bremen und Bremerhaven - zu den waldärmsten Verdichtungsräumen Deutschlands. Gerade hier spielen die Erholungsfunktion und die vielfältigen Schutzfunktionen des Waldes eine entscheidende Rolle.  Wald verbessert das Stadtklima, schützt den Boden und unser Wasser, filtert Immissionen wie Staub und Gase aus der Luft, hält Lärm ab und bietet einer unübersehbaren Zahl von Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.