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Von den in Deutschland vorkommenden Entenarten ist die Stockente mit fast 60 Zentimetern die größte und häufigste. Während die Ente eher unauffällig braun-beige gesprenkelt ist, trägt der Erpel ein buntschillerndes Gefieder. Als Stammform der Hausente kreuzt sie sich mit ihr. Auf diese Weise finden sich z.B. an der Alster viele Mischformen der wilden Stockente mit weißen Gefiederanteilen der Hausente.

Meistens wird eine Brut pro Jahr groß gezogen. In vier Wochen werden die im April gelegten 10 - 14 Eier ausgebrütet, als Nistplatz dienen Schilfpolster, Baumhöhlen, Kopfweiden oder ein geschützter Platz am Boden. Die Ente führt ihre Brut  - kaum, dass sie laufen kann - zum Wasser und überwindet dabei auch Verkehrsstraßen. Jungenten haben viele Feinde: großen Hechten, Ratten, Füchsen und Greifvögeln sind sie willkommene Beute. Je größer die Erfahrung der führenden Entenmutter, desto größer ihre Überlebenschance.

Stockenten sind zwar Allesfresser, ernähren sich aber überwiegend von Pflanzenteilen. Schnecken, Fischlaich, Larven und Frösche vervollständigen den Speisezettel. Zur Erntezeit werden auch gerne Getreide, Erbsen und andere Ackerfrüchte genommen.

Enten brauchen Bäche, Flüsse, Seen und Teiche mit Röhrichtzonen als Deckung. Durch entsprechende Biotophege, die solche Elemente schützt und pflegt, sowie durch Fernhalten von Störungen besonders von Gewässerufern kann man nicht nur der Stockente, sondern auch vielen anderen Wasservögeln und -bewohnern ihren Lebensraum erhalten.