Das Rehwild ist die verbreitetste Schalenwildart in
Deutschland. Der Rehbock kann bei uns bis zu 16 Kilogramm schwer,
125 Zentimeter lang und 75 Zentimeter hoch (Schulterhöhe) werden. Die weiblichen Stücke sind mit höchstens
14 Kilogramm etwas leichter. Das Haarkleid variiert von rotbraun im späten Frühjahr
und Sommer bis graubraun im Spätherbst und Winter. Es gibt gegendweise
auch schwarze Rehe. Kitze tragen bis in den August ihres Geburtsjahres weiße
Punkte. Die Böcke tragen ein
in der Regel sechsendiges Gehörn mit einer Länge bis zu 25 Zentimetern. Die Stärke der
Gehörnentwicklung ist abhängig von Alter, Veranlagung,
sozialer Stellung und der Verfügbarkeit von reichhaltiger und guter
Nahrung in der äsungsarmen Winterzeit, da es in dieser Zeit wächst.
Rehe gibt es im Wald, im Feld, in der Parklandschaft -
fast überall in Hamburg, sie fehlen nur in den dicht bebauten Stadtteilen.
Große Gärten, Parkanlagen und Friedhöfe lassen sie weit in die Stadt
vordringen. Rehe sind Feinschmecker: zarte Triebe (auch gern von Rosen und
anderen Gartenblumen), einzelne Blätter und Knospen werden abgepflückt, im
Herbst Beeren, Pilze und Obst aufgenommen. Zur Zeit der
Brunft, Juli bis Mitte August, sind die Böcke besonders unruhig und die Zahl
der Verkehrsunfälle, besonders in den Dämmerungs- und Abendstunden steigt an.
Rehe haben bei uns keine natürlichen Feinde, ihr Bestand war - auch bundesweit
- in den letzten Jahren gestiegen. Dies hatte sich im Wald an Schäden in der
natürlichen Verjüngung der Laubbäume bemerkbar gemacht. Durch intensivere
Bejagung ist der Bestand im Wald wieder so weit zurückgegangen, dass die von
Natur aus hier vorkommenden Laubbäume ohne Zaunschutz aufwachsen können.