Die Pappel nimmt in Hamburg etwa
3% der Waldfläche ein. Dabei handelt
es sich meist um Reinbestände, die aus der Aufforstung
ehemaliger landwirtschaftlicher Flächen stammen. Natürlicherweise käme diese
Baumart in Hamburg begleitend im Auenbereich der Bäche und Flüsse vor. Vor
einigen Jahrzehnten hat man sie, bzw. verwandte Arten oder spezielle,
schnellwachsende Züchtungen auch als "Flurholz" entlang von Gräben
und Wegen in den Marschgebieten gepflanzt. Den landwirtschaftlichen Betrieben
sollte durch den späteren Verkauf als Zündholz-Rohstoff ein Zusatzeinkommen
verschafft werden. Leider war der Konkurrent "Einweg-Feuerzeug"
stärker. Das Holz der Pappel ist leicht, weich und wenig dauerhaft, es
wird heute zu Holzschuhen und als Blindholz im Möbelbau oder bei der
Palettenherstellung verwendet.
Sie wird in Hamburg bis zu 30 m hoch, wächst in den ersten Jahrzehnten sehr
schnell, wurzelt mit einer Pfahlwurzel, von der ziemlich flachstreichende
Seitenwurzeln ausgehen und bildet an der Basis mächtige, sich rasch
verjüngende Stämme. Sie verjüngt sich als Baumart mit Pioniercharakter bei
uns natürlich und wird künftig in ihrem Anteil weiter abnehmen und durch
langlebigere Baumarten ersetzt werden.