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Die Pappel nimmt in Hamburg  etwa 3% der Waldfläche ein. Dabei handelt es sich meist um Reinbestände, die aus  der Aufforstung ehemaliger landwirtschaftlicher Flächen stammen. Natürlicherweise käme diese Baumart in Hamburg begleitend im Auenbereich der Bäche und Flüsse vor. Vor einigen Jahrzehnten hat man sie, bzw. verwandte Arten oder spezielle, schnellwachsende Züchtungen auch als "Flurholz" entlang von Gräben und Wegen in den Marschgebieten gepflanzt. Den landwirtschaftlichen Betrieben sollte durch den späteren Verkauf als Zündholz-Rohstoff ein Zusatzeinkommen verschafft werden. Leider war der Konkurrent "Einweg-Feuerzeug" stärker. Das Holz der Pappel ist leicht, weich und wenig dauerhaft, es wird heute zu Holzschuhen und als Blindholz im Möbelbau oder bei der Palettenherstellung verwendet.

Sie wird in Hamburg bis zu 30 m hoch, wächst in den ersten Jahrzehnten sehr schnell, wurzelt mit einer Pfahlwurzel, von der ziemlich flachstreichende Seitenwurzeln ausgehen und bildet an der Basis mächtige, sich rasch verjüngende Stämme. Sie verjüngt sich als Baumart mit Pioniercharakter bei uns natürlich und wird künftig in ihrem Anteil weiter abnehmen und durch langlebigere Baumarten ersetzt werden.

Abbildung aus "Sammlung naturkundlicher Tafeln - Sträucher und Bäume", Claus Caspari, Kronen-Verlag Hamburg ( 1960).  © Rechte bei Susanne de Zarobe-Cramer "nature in picture", Hamburg