Jagd in der Großstadt
Jagd
ist eine alte, sich ständig weiter entwickelnde nachhaltige Nutzung
biologischer Ressourcen. Sie hilft bei der Vorbeugung und Abwendung übermäßiger
Schäden durch Wild an landwirtschaftlichen Kulturen und im Wald. Eine
naturnahe, das heißt ökosystemgerechte Jagd, tritt sowohl für die Natur
selbst, als auch für deren nachhaltige Nutzung ein. Sie geht aus von der Frage:
Nutzt mein Tun der Natur? Voraussetzung hierfür sind wildbiologisches und ökologischen
Wissen bei den Jägern, genauso wie ihr vorbildhaftes Verhalten bei der Jagd. Eine
ökosystemgerechte Jagd unterstützt Hilfsprogramme für gefährdete Wildarten
und deren Erfolgskontrolle. Naturnahe Jagd hilft, die Lebensgrundlagen des
Wildes zu pflegen, zu sichern und zu verbessern. Sie trägt damit zur natürlichen
Artenvielfalt bei.
Über die gesetzlichen Regeln des Bundes- und Landesjagdgesetzes hinaus,
haben Jagdbehörde und Jagdbeirat gemeinsam mit der Landesjägerschaft
"Grundsätze einer naturnahen Jagd" ausgearbeitet, die sie zur
grundsätzlichen Richtschnur der Jagdausübung in Hamburg entwickeln wollen. Damit
wird auch der aus dem Jagdgesetz stammende, traditionsreiche Begriff der
"Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit" konkretisiert.
Die Behörde für Wirtschaft und Arbeit, der Bauernverband Hamburg e.V., der
Gartenbauverband Nord e.V. und die Landesjägerschaft Hamburg haben ferner eine
Vereinbarung zur "Vergrämung von Höckerschwänen
von gefährdeten landwirtschaftlichen Flächen in Bergedorf und Harburg"
abgeschlossen, die in diesen Gebieten den Abschuss von Höckerschwänen als
„letztes Mittel“ zur Abwehr von Wildschäden regelt. Sie können Sie hier
herunterladen (.pdf-Datei, 10 KB).