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Die Kiefer nimmt in Hamburg 27,9% der Waldfläche ein. Dabei handelt es sich meist um Mischbestände mit Birke, die zum Teil aus Pflanzungen, aber auch aus natürlicher Verjüngung auf besonders trockenen oder besonders nassen Waldböden stammen. Natürlicherweise käme diese Baumart in Hamburg auf diesen Standorten waldbildend als Hauptbaumart vor. Sie besiedelt auch gerne als "Pionier" Rohböden aus Aufschüttungen oder ähnlichen vegetationslosen Flächen. Sägte man sie nicht regelmäßig heraus,  würde sie die Heideflächen besiedeln und aus "Offenland" natürlicherweise wieder Wald werden lassen. Das Holz der Kiefer ist sehr vielseitig verwendbar, vom Dachstuhl bis zum Möbel und als Zellstofflieferant ist es unverzichtbar.

Sie wird in Hamburg bis zu 26 m hoch, wurzelt je nach Boden flach bis tief und trägt ihre Nadeln bis zu drei Jahren. Ihre Nadeln sind lang, spitzig, halbrund im Querschnitt und stehen zu zweit in kleinen Kurztrieben. Die hängenden Zapfen fallen erst im dritten Jahr als Ganzes ab. Sie verjüngt sich bei uns natürlich und wird auch künftig als Haupt- und Mischbaumart, z.B. mit Birke vorkommen. Ihre Krone hat unter den Luftschadstoffen stark zu leiden und sieht dann häufig so licht aus, dass "ein Vogel sein Nest nicht mehr verstecken" kann. 

Abbildung aus "Sammlung naturkundlicher Tafeln - Sträucher und Bäume", Claus Caspari, Kronen-Verlag Hamburg (1960).  © Rechte bei Susanne de Zarobe-Cramer "nature in picture", Hamburg