Kaninchen kommen in Hamburg auf allen trockenen Flächen vor. Egal ob
im eng bebauten Innenstadtbereich oder im Außengebiet. Das Kaninchen ist mit
einer Länge von bis zu 40 Zentimeter und einem Gewicht von etwa 2 Kilogramm
deutlich kleiner als der Hase. Es ist grau gefärbt, seine Ohren (Löffel) haben
im Gegensatz zum Hasen keine schwarzen Spitzen und sind kürzer als der Kopf. Es
lebt gesellig in selbst gegrabenen Bauen unter der Erde und ernährt sich von
allem was grün ist. In Notzeiten mit Schneelage kann es durch das Schälen von
Sträuchern und jüngeren Bäumen ganze Anpflanzungen und Hecken zum Absterben
bringen.
Die Häsin (so heißt das weibliche Tier auch beim Hasen in
der Waidmannssprache) setzt fünfmal pro Jahr etwa 6 Junge, von denen der erste
Satz u.U. noch im gleichen Jahr wieder Junge setzt. In eigenen Setzröhren
geboren sind die Jungen anfangs nackt und blind. Sie werden drei Wochen gesäugt
und ziehen dann in den normalen Bau um. Sie leben unterirdisch besser geschützt
vor der Witterung und vor Fressfeinden. Gefährlicher für die Kaninchen sind
Virusseuchen wie die Myxomatose, die zu Schwellungen der Schleimhäute und
schließlich zur Erblindung führt. in letzter Zeit hat die sogenannte
Chinaseuche unter den Kaninchen in Hamburg gewütet und örtlich Populationen
ausgelöscht.
Das hohe Vermehrungspotential hat derartige Verluste in der
Vergangenheit immer rasch wieder auffüllen können. Die Wiederbesiedlung alter
Lebensräume vollzieht sich meist innerhalb weniger Jahre. Hier und da kann eine
Kaninchenkolonie durch das Unterminieren von Terrassen und Böschungen auch
empfindliche Schäden an Gebäuden und Außenanlagen anrichten.