Wald ist ein hervorragender Luftfilter für Stäube, Aerosole und
wasserlösliche Gase. Von einer bestimmten Belastung an wird jedoch der Wald
selbst durch Immissionen geschädigt. Die Immissionsschutzfunktion des Waldes
ist in Hamburg als größtem industriellen Ballungsgebiet Westdeutschlands mit
hohem Verkehrsaufkommen von
besonderer Bedeutung. Er schützt Wohn-, Arbeits- und Erholungsbereiche,
landwirtschaftliche Nutzflächen und andere schutzbedürftige Objekte vor
nachteiligen Wirkungen durch Immissionen. Diese Funktion ist auch nach den
enormen Fortschritten in der technischen Luftreinhaltung von hoher Bedeutung.
Die Zweige, Blätter und Nadeln des hochaufragenden Waldes wirken wie ein
Sieb. Sedimentation, Ausfilterung und Adsorption mindern die Anzahl der
Schadpartikel in der Luft. So kann z.B. ein 55-jähriger Fichtenbestand pro Jahr
und Hektar 42 Tonnen Staub binden. Der Staub wird durch Regenfälle abgewaschen
und - entsprechenden Bodenzustand vorausgesetzt - im Waldboden gebunden.
Forstliche Pflegemaßnahmen
Die Sanierung unserer immissionsgeschädigten Wälder erfordert
forstwissenschaftliche und bodenkundliche Spezialkenntnisse und -untersuchungen.
Als Gegenmaßnahmen kommen Kalkungen, Ausgleichsdüngungen und besondere
waldbauliche Maßnahmen in Frage. Besonders ein naturnaher Waldbau in
Kombination mit diesen Maßnahmen hat sich als erfolgreich erwiesen.