Füchse gibt es überall in
Deutschland. Der Fuchs wird bis zu 10 Kilogramm schwer, mehr als
einen Meter lang (davon macht die Lunte fast 50 Zentimeter aus) und bis zu 38 Zentimeter hoch (Schulterhöhe).
Das Haarkleid ist auf der Oberseite typisch fuchsrot, die Unterseite hellweiß
und die Vorderseite der Läufe und die Außenseite der Ohren schwarz. Im Sommer
ist es viel kürzer und unansehnlicher als im Winter, wenn er langes, dichtes
und glattes Haar trägt. Der Bau des Fuchses muss durchaus nicht selbst gegraben
sein: gern werden Dachsbaue angenommen, Kaninchenhöhlen ausgebaut oder auch mit
trockenen Betonröhren Vorlieb genommen. Sie leben dort meist nur bei schlechtem
Wetter und natürlich mit ihren Jungen, die in der ersten Zeit blind sind und 14
Tage lang nur Muttermilch aufnehmen. Erst langsam gewöhnt die Fähe sie an
feste Nahrung, die sie über mehrere 100 Meter herbeiträgt.
Hamburg ist praktisch flächendeckend von Füchsen besiedelt,
sie kommen selbst in Alsternähe vor. Baue finden sich in Gärten, Parkanlagen
und Friedhöfen, jede Kleingartenanlage bietet genügend Lebensraum. Obgleich
Fleischfresser nimmt der Fuchs auch Obst und Beeren zu sich, z.B. die
Stachelbeeren im Hausgarten. Zur Zeit der Ranz, Januar bis März, ist der Fuchs
nicht nur in den Dämmerungs- und Abendstunden unterwegs. Man kann ihn dann auch
am Tage beobachten und sein Bellen hören. Füchse haben bei uns keine
natürlichen Feinde. Durch Füchse wird die Wild-Tollwut übertragen, eine auch
für den Menschen gefährliche Krankheit. Ihre Ausbreitung wurde durch die
"Schluckimpfung" des Fuchsbestandes vor einigen Jahren in Hamburg und
den umliegenden Regionen wirksam verhindert. Den Fuchsbandwurm, der eine für
den Menschen tödliche Erkrankung auslöst, gibt es in Hamburg nicht, wohl aber
bereits in Niedersachsen. Eine intensive Bejagung des Fuchses ist auch wegen der
Fuchsräude nötig, die sich ausbreitet, wenn der Fuchsbestand zu groß wird.
Füchse regulieren bodenbrütende Vögel bis zur Größe des Auerhuhns und
greifen sich alle Arten von Kleintieren bis zum Rehkitz. Sie gelten als die
"Seuchenpolizei" in der freien Natur, die besonders kranke Tiere
erbeuten.