Die
Fichte nimmt in Hamburg zusammen mit der Douglasie 12,2% der Waldfläche ein.
Dabei handelt es sich meist um Reinbestände, die zum großen Teil aus den
Pflanzungen der Nachkriegszeit nach britischen Reparationshieben oder aus der
Wiederaufforstung größerer Windwurfflächen stammen. Natürlicherweise käme
diese Baumart in Hamburg - wenn überhaupt - nur in Moorrandlagen vor.
Standortsheimisch ist sie z.B. im Harz ab einer Höhenlage von 800 m. Sie wird
heute in Hamburg nur noch in kleiner Zahl als sogenannte
"Zeitmischung" zur Weihnachtsbaumproduktion auf aufgegebene
Ackerböden gepflanzt. Das Holz der Fichte ist sehr vielseitig verwendbar, vom
Dachstuhl bis zum Möbel und Papier ist es unverzichtbar.
Sie wird in Hamburg bis zu 28 m hoch, wurzelt meist flach und trägt ihre
Nadeln bis zu fünf Jahren. Ihre Nadeln sind spitzig, vierkantig und steif im
Vergleich zu denen der Tannenarten. Die hängenden Zapfen fallen in dem auf die
Reife folgenden Jahr als Ganzes ab. Sie verjüngt sich bei uns natürlich
und wird auch künftig als Mischbaumart, z.B. in Buchenbeständen vorkommen.
Ihre Krone hat unter den Luftschadstoffen besonders stark zu leiden und sieht
dann häufig "zerzaust" aus. Darüber hinaus machen ihr Wurzelfäule
und Rotfäule im unteren Stammteil zu schaffen.