Fasanen stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum, vom Schwarzen
Meer bis Japan gibt es verschiedene Vorkommen, die sich in Größe, Gestalt und
in der Färbung, bzw. Farbenpracht unterscheiden. Die bei uns lebenden Fasanen
sind Kreuzungen dieser Herkünfte und seit dem Mittelalter in Deutschland
heimisch. Während die Hähne prächtig gefärbt sind, sehen die Hennen deutlich
schlichter aus, sie sind grau-braun-schwarz gefleckt mit kürzerem Schwanz.
Auf einen Hahn kommen vier bis sechs Hennen. Nach der Balz im März werden im
Mai 10 bis 20 Eier in einfache, gut getarnte Bodennester gelegt. Nach gut drei
Wochen schlüpfen die Jungen, die sich - von der Henne "zum Essen"
ausgeführt - in der ersten Zeit vor allem von Insekten ernähren. Nach drei
Wochen können die Jungen bereits mit der Henne zur Übernachtung auf Bäume
fliegen (aufbaumen), was ihnen besseren Schutz vor Feinden bietet. Schon Ende
des Jahres lassen sich Junge und Alte in Größe und Färbung kaum noch
voneinander unterscheiden. Falls das erste Gelege z.B. durch den Wiesenschnitt
ausgemäht wird und verloren geht, werden Nachgelege angelegt. Diese Fähigkeit
macht man sich seit Jahrhunderten in den Fasanerien zu Nutze, in denen durch
Wegnehmen der Eier bis zu 50 Eier nachgelegt und künstlich ausgebrütet werden.
Die Jungfasanen werden ausgewildert, dürfen aber erst im darauf folgenden Jahr
bejagt werden.
Der Fasan liebt weite, von Hecken und Feldgehölzen unterbrochene
Agrarlandschaften mit Schilfdeckung an möglichst fließenden Gewässern und
findet damit in Hamburg im Süderelberaum und den Vier- und Marschlanden gute
Lebensbedingungen. Er ist tagaktiv und nimmt Insekten, Schnecken und Würmer,
aber vor allem Körner von Wildgräsern und Getreide auf. Außerdem sucht er
nach Beeren, Früchten, Kräutern und Gräsern. Schutz vor Beunruhigung und dem
Ausmähen der Gelege sind die wichtigsten Hegemaßnahmen.