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Die Erle nimmt in Hamburg  4,2% der Waldfläche ein. Dabei handelt es sich meist um Reinbestände in Bruchwäldern, also sehr nassen Standorten mit stehendem Wasser, die sowohl aus Pflanzung, als auch aus natürlicher Verjüngung entstanden sind. Dies ist auch ihr natürlicher Standort. Ab einem Alter von etwa 70 Jahren nimmt bei ihr die Kernfäule erheblich zu.

 Das Holz der Erle ist  weich, unter Wasser sehr dauerhaft und wird heute zur Innenausstattung und im Möbelbau  verwendet. Es lässt sich leicht einfärben und beizen: viele "Mahagoni" - Möbel" bestehen tatsächlich aus Erlenholz - auch so kann man den Tropenwald schützen.

Sie wird in Hamburg bis zu 28 m hoch, wächst schnell und wurzelt trotz hoch anstehenden Bodenwassers tief. Sie lebt mit Stickstoff sammelnden Bakterien in ihren Wurzelzellen in Symbiose. Sie verjüngt sich natürlich nicht nur über Samen, sondern auch über Stockausschläge: ein abgesägter Baum treibt viele neue Triebe, die wie ein Strauß empor wachsen. Sie wird auch künftig ihren Flächenanteil erhalten.

Abbildung aus "Sammlung naturkundlicher Tafeln -  Sträucher und Bäume", Claus Caspari, Kronen-Verlag Hamburg ( 1960).  © Rechte bei Susanne de Zarobe-Cramer "nature in picture", Hamburg