Rahmenziel ist die „Steigerung von Image und Identität“.
In einem wechselseitigen Prozess sollen durch Verfolgung des Rahmenziels
das Erreichen der Oberziele unterstützt werden. Zugleich können und
sollen die Maßnahmen zur Umsetzung der Oberziele auch zur Umsetzung des
Rahmenziels beitragen.
Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
In Hamburg besteht für den landwirtschaftlichen
Sektor das Ziel, Landwirtschaft und Gartenbau als lokalen
Wirtschaftsfaktor zu erhalten. Den Kern der ländlichen Räume bilden
wettbewerbsfähige landwirtschaftliche Betriebe, deren Struktur auf der
betrieblichen Ebene durch Betriebswachstum und Spezialisierung gestärkt
und weiterentwickelt
werden soll.
Erhalt und Verbesserung der Umwelt- und Biotopqualität
Das
Ziel der Erhaltung und Verbesserung der Umwelt- und Biotopqualität
umfasst die Bereitstellung, Pflege und Entwicklung von Lebensräumen für
Tiere und Pflanzen in der Agrarlandschaft sowie den Boden-, Gewässer-
und Klimaschutz.
Agrarstrukturelle
Entwicklung und Flächensicherung in einer vielfältigen, lebendigen
Kulturlandschaft
In Verdichtungsräumen ist die Konkurrenz um den
Faktor Boden besonders stark: Flächenknappheit, Planungsunsicherheit
und die Überlagerung von
Landwirtschaftsflächen mit außerlandwirtschaftlichen
Funktionen wie z. B. Naherholung oder Natur-, Landschafts-, Boden-
und Wasserschutz üben auf die Bodennutzung einen zusätzlichen Einfluss
aus. Vor diesem Hintergrund vollzieht sich agrarstrukturelle Entwicklung
in Verdichtungsräumen schneller und spürbarer als in weniger dicht
besiedelten Räumen. Aufgrund ihrer Multifunktionalität bietet die Landwirtschaft im
Verdichtungsraum gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur
Freiraumgestaltung und –entwicklung. Aus diesem Grund sollen parallel
zu den agrarwirtschaftlich orientierten Zielen im Bewusstsein der Bevölkerung
vielfältige und lebendige Kulturlandschaften etabliert werden. Dazu
sind die Leistungen des ländlichen Raums der Bevölkerung zu
vermitteln. Zielsetzung ist, auf eine wechselseitig starke
Identifizierung von Stadt- und Landbevölkerung und nachhaltige Wertschätzung
hinzuwirken. Darüber hinaus gilt es, die Struktur der ländlichen
Gebiete in Hamburg als Natur- und Kulturlandschaftserbe zu erhalten und
zu entwickeln. Die ländlichen Gebiete sollen für die Bevölkerung
erlebbar und attraktiv gestaltet sein.
Rahmenziel:
Steigerung von Image und Identität
Durch Steigerung von Image und Identität der
hamburgischen Landwirtschaft und des Gartenbaus sollen den Landwirten
auf der einen Seite die Chancen bewusst gemacht werden, die sich durch
ihren Standort in einer Metropolregion bieten. Die Nähe zur Großstadt
soll stärker genutzt werden. Gerade für gartenbauliche und
landwirtschaftliche Erzeugnisse, die keiner weitere Verarbeitung bedürfen,
bestehen vielfältige Absatzmöglichkeiten auf dem Großmarkt, den
Wochenmärkten und im Direktverkauf.
Um dieses Vermarktungspotential
ausschöpfen zu können, muss die Wertschätzung des Verbrauchers für
Produkte aus der Region gesteigert werden. Dies kann einerseits durch
eine hohe Dienstleistungs- und Produktqualität und andererseits durch
transparente Produktionsprozesse erfolgen, die dem Verbraucher
anschaulich und lebendig durch Begegnungen auf dem Hof oder im
Gartenbaubetrieb
veranschaulicht werden. Insgesamt soll die
Stadt-Land-Wertschätzung
gefördert werden.
Auf der anderen Seite sollen den Hamburger Bürgerinnen
und Bürgern die Vorteile, die mit der Landwirtschaft einhergehen, näher gebracht
werden. Denn die Landwirtschaft erfüllt neben der landwirtschaftlichen
Erzeugung im zunehmenden Maße bedeutende umwelt- und
freizeitorientierte Funktionen. Mit einer nach außen wie nach innen
gerichteten Analyse sollen die sich bietenden Entwicklungspotenziale
identifiziert, profilscharf herausgearbeitet und zu einem
gesamtstrategischen Imagekonzept „Unser Land“ verdichtet werden.
Hierzu bedarf es einer breiten Beteiligung, in der alle gesellschaftlich
relevanten Kräfte repräsentiert sind, die diesen Prozess fördernd
begleiten können.