Die
Eiche nimmt in Hamburg 11,0% der Waldfläche ein. Dabei handelt es sich meist
um Mischbestände aus Pflanzung und natürlicher Verjüngung mit Buche. Auch natürlicherweise käme diese Baumart in Hamburg auf
den etwas ärmeren Standorten waldbildend als Hauptbaumart und gemischt mit der
Buche oder Birke vor.
Sie hat in der Vergangenheit durch
ihre Früchte (Eicheln) den Vieheintrieb, besonders von Schweinen ermöglicht
und noch heute ist das Ausmaß der "Eichelmast" für das Vorkommen von
Wildschweinen entscheidend. Ihr Holz wird zum Innenausbau, als Parkett, im Möbelbau
massiv und als Furnier verwendet. Es ist wegen seines hohen
Gerbstoffgehaltes von hoher Dauerhaftigkeit und gilt neben dem der Robinie als
das witterungsbeständigste europäische Holz.
Sie wird in Hamburg bis zu 30 m
hoch und wurzelt fest und tief. Der Eichelhäher verteilt ihre Früchte auch
weitab von den Mutterbäumen, diese "Hähersaat" ist willkommene
Bereicherung vor allem in Buchen- und Birkenbeständen. Sie wird ihren
Flächenanteil weiter erhöhen, muss aber in den letzten Jahrzehnten zunehmend
vor dem Überwachsen durch die Buche bewahrt werden, mit der
sie häufig in Mischbeständen wächst. Offenbar ist die Buche in dieser Zeit
wuchs- und damit konkurrenzkräftiger geworden, was am Stickstoffeintrag aus der
Luft oder an Klimaveränderungen liegen könnte.