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Die Eiche nimmt in Hamburg 11,0% der Waldfläche ein. Dabei handelt es sich meist um Mischbestände aus Pflanzung und natürlicher Verjüngung mit Buche. Auch natürlicherweise käme diese Baumart in Hamburg auf den etwas ärmeren Standorten waldbildend als Hauptbaumart und gemischt mit der Buche oder Birke vor.

Sie hat in der Vergangenheit durch ihre Früchte (Eicheln) den Vieheintrieb, besonders von Schweinen ermöglicht und noch heute ist das Ausmaß der "Eichelmast" für das Vorkommen von Wildschweinen entscheidend. Ihr Holz wird zum Innenausbau, als Parkett, im Möbelbau massiv und als Furnier verwendet.  Es ist wegen seines hohen Gerbstoffgehaltes von hoher Dauerhaftigkeit und gilt neben dem der Robinie als das witterungsbeständigste europäische Holz.

Sie wird in Hamburg bis zu 30 m hoch und wurzelt fest und tief. Der Eichelhäher verteilt ihre Früchte auch weitab von den Mutterbäumen, diese "Hähersaat" ist willkommene Bereicherung vor allem in Buchen- und Birkenbeständen. Sie wird ihren Flächenanteil weiter erhöhen, muss aber in den letzten Jahrzehnten zunehmend vor dem Überwachsen durch    die Buche bewahrt werden, mit der sie häufig in Mischbeständen wächst. Offenbar ist die Buche in dieser Zeit wuchs- und damit konkurrenzkräftiger geworden, was am Stickstoffeintrag aus der Luft oder an Klimaveränderungen liegen könnte.

Abbildung aus "Sammlung naturkundlicher Tafeln - Sträucher und Bäume", Claus Caspari, Kronen-Verlag Hamburg ( 1960).  © Rechte bei Susanne de Zarobe-Cramer "nature in picture", Hamburg