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Toter Buchenstamm: wertvoller LebensraumWald ist die in Mitteleuropa natürliche Vegetationsform, die sich selbst auf fast allen Standorten einstellen würde, wenn der menschliche Einfluss aufhörte. Der Wald bietet durch die Vielfalt seiner Struktur einer großen Zahl von Tier- und Pflanzenarten geeigneten Lebensraum. So sind von den mehr als 40.000 Tierarten in Deutschland allein 7.000 Arten im Buchenwald heimisch, davon sind 1.800 sogar unmittelbar von seiner Existenz abhängig. Für den Waldbau im Sinne des Biotopschutzes leitet sich daher das Prinzip ab, den Wald so vielseitig, wie es die Natur vorsieht als Lebensstätte zu gestalten, damit artenreiche Pflanzen- und Tiergemeinschaften in ihm existieren können.

Im Vergleich zu anderen Vegetations- und Nutzungsformen weist der Wald eine größere Artenvielfalt auf. Selbst die Anzahl der im Boden lebenden Tiere ist im Wald etwa sechzigmal so groß wie auf einer reinen Viehweide.

Forstliche Pflegemaßnahmen

Durch Entwicklung möglichst standortsheimischer Mischbestände mit einem entsprechend tiefgestaffelten Wurzelsystem, durch Belassen der Streu und abgefallenen Äste sowie durch bodenpflegliche Arbeitsverfahren wird die Waldlebensgemeinschaft im und über dem Boden zur Entfaltung, Leistung und Stabilität gebracht. In besonderen Fällen kann es außerdem erforderlich sein, durch spezielle forstliche Pflegemaßnahmen auf die Lebensraumansprüche bedrohter Pflanzen- und Tierarten einzugehen, z.B. einen besonders hohen Anteil alter, toter Bäume im Wald zu belassen. Grundsätzlich stellt die naturnahe Forstwirtschaft hervorragende Lebensbedingungen für die Tier- und Pflanzenarten des Ökosystems Wald bereit.