Jeder darf sammeln - aber bitte mit Verstand.
Für den häuslichen Bedarf ist jedem das Sammeln von Pilzen und Beeren im
Hamburger Wald erlaubt. Auch einen Handstrauß aus frischem Grün im Frühjahr
oder Schmuckgrün zur Adventszeit darf man pflücken. Die meisten Blumen des
Waldes stehen unter Naturschutz, sie dürfen nicht entnommen werden - auch wenn
es hier und da ganze Blütenteppiche davon geben sollte. Ihr Schutz hat Vorrang,
so können sich auch andere Waldbesucherrinnen und -besucher daran erfreuen.
Leider hat der frühere Pilzreichtum im Wald aufgrund der Bodenversauerung
durch Luftschadstoffe abgenommen. Für ein schmackhaftes Gericht mit
Waldpilzen genügt auch die Beigabe einiger weniger, aromareicher Waldpilze zum
Beispiel zu braunen Zuchtchampignons. Bitte überlegen Sie, wie viele Wildpilze
Sie wirklich brauchen und nehmen Sie nur wenige, Ihnen sicher als essbar
bekannte und
offensichtlich gesunde, noch nicht faulige oder zerfressene Exemplare.
Im
Zweifel wenden Sie sich bitte unbedingt an die Hamburger Pilzberatung im Institut für
Angewandte Botanik, Ohnhorststr. 18, 22609 Hamburg: Telefon (040) 4 28 38 23 49, montags
bis donnerstags von 9 - 16 Uhr, freitags von 9-14 Uhr.
Die Verbraucherzentrale
Hamburg Kirchenallee 22 berät telefonisch Montag - Mittwoch 10 - 14 Uhr,
Telefon (040) 248 32 240. Persönliche Kurzberatung Dienstag und Mittwoch 14 -18
Uhr.
Grundsätzlich gilt gleiches auch für das Sammeln von Waldbeeren: eine
gewisse (nachhaltige) Selbstbeschränkung beim Sammeln verspricht Genuss - ohne schlechtes
Gewissen.
Haben Sie etwas gegessen, was Sie nicht genau kannten
oder Ihnen nicht bekommen ist? Wenden Sie sich sofort an die Giftzentrale in Berlin
(Telefon: (030) 19240 (Tag und Nacht) oder suchen Sie den nächstgelegenen Arzt auf.