Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen ...
Im Hamburger Wald gibt es mehr als 40 Baumarten. Über die häufigsten Arten
mit ihren Flächenanteilen, ihrer Rolle bei uns und ihren Besonderheiten können
Sie sich hier informieren. Jede von ihnen hat ihre besonderen Ansprüche an den Boden, das örtliche Klima, den Wasserstand und das Licht. Aufgabe des Försters
ist es, die gegebene und standörtlich mögliche Vielfalt zu erhalten und zu
entwickeln - möglichst naturnah, stetig und vorsichtig. In jedem Jahr gibt es
in Deutschland einen "Baum des Jahres", näheres erfahren Sie hier.
Wald hören, Wald riechen, Wald fühlen ...
Kommen Sie in den Wald, besuchen Sie Ihre Bäume! Hören Sie den Geräuschen
des Waldes zu (auch wenn in der Nähe oder Ferne die Straßen nicht zu
überhören sein werden), achten Sie auf die Unterschiede: der Wind hört sich
im Buchenwald anders an als im Kiefernwald. Und im Winter ist wieder alles
anders als im Sommer, von den Unterschieden zwischen Waldlichtung und dunklem
Buchenwald nicht zu reden.
Es gibt nicht nur Laub- und Nadelbäume oder große und kleine Bäume.
Zwischen Kiefern riecht es anders als zwischen Fichten. Entdecken Sie, dass es
unter Eichen viel heller ist als unter Buchen. Und genießen Sie das
Farbenfeuerwerk des Herbstes im Hamburger Wald, bei uns macht die
Baumarten-Mischung den "Indian Summer"*).
Man kann die verschiedenen Baumarten auch erfühlen. Ein Birkenstamm ist
etwas ganz anderes als etwa die Rinde einer Esche. Und beide fühlen sich in
der Jugend anders an als im Alter: richtig - auch hier sind die jungen Bäume
glatter.
Man kann mit Bäumen viel erleben, gönnen Sie sich und Ihren Kindern den
Spaß!
*) Eine mögliche Erklärung für den
Begriff kommt aus indianischen Überlieferungen: der Herbst war und ist die beste Jagdsaison für Wild, um Fleischvorräte
für den Winter anzulegen. "Das Rot des Laubes war so rot wie das Blut der
erlegten Tiere", so heißt es. Verbreitet wurde der Name dann aber wohl von
europäischen Kolonisten, die (in dieser für Indianer arbeitsreichen Zeit) mit
weniger Angriffen zu rechnen hatten.