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Inhalt

Neues über Ihren Weihnachtsbaum - warum er im Winter nicht erfriert und worauf Sie achten müssen, wenn er immer noch im Wohnzimmer steht! (25.12.02)
Achtung im Hamburger Wald: Eis gefährdet Mensch und Wild! (25.12.02)
Landwirtschaftskammer Hamburg informiert zur Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung Süderelbe
(18.12.02)
Altspülfelder in Wilhelmsburg und Neuland - Senat legt Handlungskonzept vor
(26.11.02)  
15.000 Buchen für Hamburg von ExxonMobil 
(06.11.02)  
Wild- und Gallowayrindfleisch aus dem Duvenstedter Brook zum St. Hubertustag (05.11.02)
Obstbau sichern und Gewässer schützen - Hamburg sorgt vor (02.11. 2002)  
Neue Jagd- und Schonzeiten in Hamburg
(17.09.02)  
Zur Rotwildbrunft in den Duvenstedter Brook - ein Walderlebnis der abenteuerlichen Art (08.09.02
Forstamt Hamburg beim 4. Höltigbaumtag - Spiel, Spaß und Natur am nächsten Sonntag (25.08.02)
Das Buch zur Waldgeschichte Hamburgs von Hans Walden: Stadt - Wald (02.07.02)

Norddeutsche Jugendmeisterschaften  der Springreiter im Derby-Park (16.06.02) 
Zeitreise: auf den Spuren der Jagd im Hanseviertel (12.05.02)

Ein Hauch von Olympia in Klein Flottbek: Sören von Rönne triumphiert (12.05.02)

Wildbraten vom Förster - Verkauf in der Revierförsterei Klövensteen (03.05.02)
Zukunft des Trabrennsports in Bahrenfeld gesichert
(30.04.02)
Wieder im Angebot: Zivildienst im Forstamt Hamburg (08.04.02)
Windwurfchaos aufgearbeitet: Holz zum Abtransport bereit (05.04.02)
Beruf Forstwirt - das Forstamt Hamburg bietet zwei Ausbildungsstellen (04.04.02)
Fällung gefährlicher Bäume im Volksdorfer Wald (29.03.02)

Wildbraten zu Ostern - Verkauf am 30. März 2002 am Duvenstedter Brook (21.03.02)

Anna und ihr gefährliches Erbe - Windwurfschäden werden beseitigt (08.03.02)
Orkan "Anna": größter Windwurf seit 12 Jahren im Hamburger Wald (28.02.02)

Kleine Schweine im Klövensteen - die ersten Frischlinge sind im Wildgehege zu beobachten (14.02.02)

Sturmschäden im Hamburger Wald: 500 Bäume geworfen (29.01.02)

Aufräumen im Naturschutzgebiet - Erika und Franz helfen dem Förster (26.01.02)

Sehen - Spüren - Erkennen - Bestimmen: Waldführung und
Tierspurenausstellung im Wildgehege Klövensteen (25.01.02)

Harvester pflegt den Wald im NSG Fischbeker Heide (23.01.02)
Abteilung Forstwirtschaft, Jagd- und Fischereiwesen im Amt für Wirtschaft und Landwirtschaft der Behörde für Wirtschaft und Arbeit eingerichtet (04.01.02)
Rehe haben keine Heizung (02.01.02)

Neuer Förster im Duvenstedter Brook - Jan Malskat tritt seinen Dienst an (02.01.02)

Markus Willen - neuer Jägermeister für die Bezirke Bergedorf und Mitte (21.12.01)

 

Neues über Ihren Weihnachtsbaum - warum er im Winter nicht erfriert und worauf Sie achten müssen, wenn er immer noch im Wohnzimmer steht!

(25.12.02)

Während der Wachstumsperiode im Sommer entnehmen die Pflanzen dem Boden ständig Wasser und Nährstoffe. Diese werden in den Blättern zur Bildung pflanzlicher Aufbaustoffe verwendet und somit zum Wachstum der Pflanze benötigt. Zum Winter hin stellen die Pflanzen in unseren Regionen ihr Wachstum ein und halten eine Ruhepause. Laubgehölze werfen ihre Blätter ab und stehen im Winter kahl und wie tot da - und doch leben sie, wie die immergrünen Nadelgehölze, die das ganze Jahr über ihre grünen Nadeln behalten.

Unsere heimischen Bäume erfrieren im Winter nicht, obwohl bei Minusgraden das Wasser normalerweise zu Eis wird, sich  dabei ausdehnt und Eiskristalle bildet. Eine höhere Stoffkonzentration in den Zellen verhindert das Gefrieren der sirupartigen Zell-Flüssigkeit: während dieser Zeit erschlaffen die Zellen in den der Kälte ausgesetzten Teilen der Pflanze und die Stoffkonzentration wird erhöht. Die Natur sorgt also dafür, dass auch unsere Bäume, die im Winter nicht unter einer schützenden Decke abgestorbener Pflanzenteile und Schnee liegen, nicht erfrieren.

Für Ihren Weihnachtsbaum im Wohnzimmer müssen Sie selbst sorgen: ein Baumständer mit Wasservorrat und die Aufstellung entfernt von der Heizung und nicht vor dem sonnigen Südfenster lässt ihn lange grün bleiben. Wenn Sie einen "Leihbaum im Topf" von uns erworben haben, lassen Sie ihn nicht länger als unbedingt nötig in der Wärme der Wohnung stehen. So können Sie ihn am 8. Januar 2003, von 10:00 bis 14:00 Uhr an der Verkaufsstelle wieder zurückgeben. Wie pflanzen ihn an einem geeigneten Platz wieder ein.

Die Hamburger Feuerwehr rät:

 

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Ersetzen Sie trockene Zweige von Adventsgestecken durch frisches Tannengrün. Benutzen Sie keine brennbaren Untersätze.

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Sorgen Sie für eine gute Standfestigkeit des Baumes.

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Achten Sie auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Gardinen.

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Verstellen Sie nicht Ihre Fluchtwege wie Türen und Fenster.

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Verwenden Sie keinen brennbaren Baumschmuck.

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Kerzen nicht unmittelbar unter Zweigen anbringen. Prüfen Sie die Wärmestrahlung vorsichtig mit der Hand.

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Wunderkerzen gehören nicht an den Weihnachtsbaum.

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Zünden Sie Kerzen an der Spitze des Baumes zuerst an. Löschen Sie die Kerzen von unten nach oben aus.

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Lassen Sie brennende Kerzen nicht unbeaufsichtigt, schon gar nicht, wenn Kinder allein im Zimmer sind.

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Verwahren Sie Zündhölzer und Feuerzeuge vor Kindern an einem sicheren Platz.

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Behalten Sie Adventskränze, Tannengestecke und Weihnachtsbäume nicht zu lange in der Wohnung.  Trockene Zweige brennen wie Zunder.

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Beugen Sie vor, halten Sie für den Brandfall ein Löschmittel griffbereit, denn um ein Gefäß mit 10 - 12 Litern Wasser zu füllen, benötigen Sie ca. 1 Minute. Und das kann genau eine Minute zu spät sein.

Ein friedliches und glückliches Neues Jahr  wünscht Ihnen Ihr

Forstamt Hamburg

 

Achtung im Hamburger Wald: Eis gefährdet Mensch und Wild!

(25.12.02)

Die Wege sind spiegelglatt und das Wild braucht absolute Ruhe. Die Frostlage der vergangenen Tage macht Mensch und Wild zunehmende Probleme: die Waldwege sind extrem glatt und das Eis "versiegelt" den Boden. Da im Wald nicht gestreut wird, sind manche Waldwege für Waldbesucher fast unpassierbar geworden, das gilt besonders für Fahrradfahrer und Reiter. Jeder betritt den Wald auf eigene Gefahr, das gilt auch für die Waldwege.

Die Eisniederschläge der letzten Zeit haben den Waldboden praktisch versiegelt. Durch den Dauerfrost kommt das Wild nur noch schwer an die wenige grüne Äsung. Jede Störung vergrößert aber den Energieverbrauch des Wildes in diesen kalten Tagen: der Hunger vergrößert sich.

Jeder Waldbesucher sollte deshalb auf eisglatte Wegeabschnitte achten, die Wege möglichst nicht verlassen und auf keinen Fall seinen Hund unangeleint laufen lassen. 

Landwirtschaftskammer Hamburg informiert zur Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung Süderelbe

(18.12.02)  

Informationsveranstaltung am 7. Januar 2003 um 17 Uhr in Bundt´s Gartenrestaurant in der Hasselwerder Straße 85 in Neuenfelde

Die Landwirtschaftskammer Hamburg lädt zu einer ersten Informationsveranstaltung ein:

"Von den Berufsverbänden und den Landbewirtschaftern schon lange gefordert, wird die AEP Süderelbe jetzt endlich durchgeführt. Das Planungsgebiet umfasst den Raum zwischen der Grenze zu Niedersachsen im Westen und dem Moorburger Hauptdeich im Osten; im Süden wird das Gebiet begrenzt durch die Moorwettern und im Norden durch die Elbe.

Unter Federführung der Landwirtschaftskammer Hamburg ist die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft GmbH Bremen von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit Hamburg beauftragt, die AEP zu erarbeiten. Zur langfristigen Zukunftsabsicherung Ihrer Betriebe wollen wir gemeinsam das Instrument der AEP nutzen um u.a. in einem Handlungskonzept Ihre Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Ihre Ansprüche an die Fläche gegenüber anderen Landnutzern geltend machen.

Heinrich Quast, Präsident der Landwirtschaftskammer und Vizepräsident des Gartenbauverbandes Nord e.V. erwartet von der AEP, dass sowohl die ökonomische als auch die gesellschaftliche Bedeutung des Obstbaus im Alten Land stärker ins Bewusstsein der Hamburger Bevölkerung sowie der politisch Verantwortlichen rückt. Genauso wichtig ist ihm, dass für die Landbewirtschafter langfristig Planungssicherheit im Gebiet herrscht, damit sich die Betriebe weiterentwickeln können und das Fortbestehen der Kulturlandschaft Altes Land gewährleistet ist.

Dr. Rainer Wujciak von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Leiter der Abteilung Landwirtschaft sieht die AEP als wichtiges Planungsinstrument für die dortige Landbewirtschaftung weist aber zugleich darauf hin, dass die AEP andere Planungsvorhaben im Gebiet nicht verhindern kann. Die AEP kann aber negative Auswirkungen minimieren, Perspektiven aufzeigen und den politisch Verantwortlichen in der Entscheidungsfindung helfen. Die AEP ist darüber hinaus eine erste Grundlage für das vom Senat versprochene Obstbauliche Entwicklungskonzept für diese Region.

Nur mit Ihrer Unterstützung und Ihrer Mitarbeit bei der AEP können wir die Zukunft der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft Altes Land gemeinsam gestalten. Deshalb kommen Sie zur Informationsveranstaltung.

Landwirtschaftskammer Hamburg"

Altspülfelder in Wilhelmsburg und Neuland - Senat legt Handlungskonzept vor

(26.11.02)

Der Hamburger Senat hat heute für die landwirtschaftlich bewirtschafteten Altspülfelder in Wilhelmsburg und Neuland ein Handlungskonzept beschlossen, mit dem die standortverträgliche Nutzung sichergestellt werden soll.  Das Konzept soll vorrangig im Wege vertraglicher Vereinbarungen mit den betroffenen Landwirten umgesetzt werden. 

Untersuchungen an Gemüse und Salaten in 2001 hatten ergeben, dass aufgrund der nunmehr geltenden Grenzwerte der Kontaminanten-Verordnung der EU für Lebensmittel (ab 05.04.02) Überschreitungen der Grenzwerte für Schwermetalle an Gemüse und Salaten auf den belasteten Altspülfeldern durch die bisherigen Anbauempfehlungen nicht mehr sicher auszuschließen sind.

Um eine im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes schnelle Lösung zu erreichen und gleichzeitig existenzielle Betroffenheiten der landwirtschaftlichen Betriebe in Wilhelmsburg und Neuland zu vermeiden, werden aufgrund einer Vereinbarung mit den Landwirten bereits seit 2002  kein Gemüse und sonstige Lebensmittel mehr angebaut.

Der Senat hat die Behörde für Wirtschaft jetzt beauftragt, Vereinbarungen über einen dauerhaften Ausschluss des Anbaues von Lebensmitteln auf Altspülfeldern abzuschließen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Produktion von Lebensmitteln auf Altspülfeldern dauerhaft ausgeschlossen ist.

Neben entsprechenden Vereinbarungen ist die Kündigung landwirtschaftlicher Pachtverträge für Flächen der Freien und Hansestadt Hamburg auf Altspülflächen zum 31.12.2002 (sowie ein Neuabschluss über einjährige Pachtverträge unter Ausschluss der Produktion von Lebensmitteln) vorgenommen worden.

Nach derzeitiger Sachlage wird davon ausgegangen, dass ein Anbau von Futtermitteln aufgrund der Grenzwerte der nunmehr geltenden Kontaminanten- Verordnung der EU für Futtermittel (ab 01.07.02 für Dioxine und Furane sowie ab 01.08.03 für Schwermetalle) zulässig ist. Begleitende Untersuchungen der Behörde für Umwelt und Gesundheit in 2003 werden mit dem Ziel durchgeführt, zu klären, ob in Zukunft ein Anbau von Futtermitteln empfohlen werden kann.

Eigentümern von Altspülflächen soll der Ankauf der Flächen durch die Stadt zum Verkehrswert angeboten werden.  Mit betroffenen Betrieben sollen Lösungsansätze zur betrieblichen Umstrukturierung getroffen werden, besonders betroffenen Betrieben sollen Ersatzflächen bereitgestellt werden.

Insgesamt wird erwartet der Senat , dass mit den vorgeschlagenen Maßnahmen eine weitgehende Lösung der Problematik der landwirtschaftlichen Nutzung der Altspülfelder möglich ist.

15.000 Buchen für Hamburg von ExxonMobil

(06.11.02)

Wirtschaftssenator Gunnar Uldall und Jobst D. Siemer, Vor­standsvorsitzender der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH (Marken: Esso und Mobil), haben die ersten Bäume für einen ganzen Wald in den Harburger Bergen gepflanzt. Nahe des Ehestorfer Heuwegs stehen überwiegend 90 bis 100 Jahre alte Kiefern und Fichten, "standortgerechte Mischwälder erfüllen die vielfältigen Funktionen des Waldes am besten", erläuterte Revierförster Gido Hollmichel, "wir werden jetzt rund 15.000 heimische Laubbäume, vorwiegend Buchen, unter die bereits verlichteten Nadelbäume pflanzen." Die Buchen haben schon eine Größe von 80 bis 120 cm und werden besonders sorgfältig von Hand gepflanzt, nachdem der Boden speziell vorbereitet wurde. Auf diese Weise liegt die Anwuchsrate bei fast 100 Prozent. Die Absicht bestand schon länger, aber jetzt konnte sie dank ExxonMobil verwirklicht werden.

"Hier sind wir gern eingesprungen", erklärte Siemer, "denn auf diese Weise können wir etwas für Hamburg tun. In den vergangenen fünf Jahren haben wir in ganz Deutschland mitgeholfen, mehr als eine halbe Million Bäume zu pflanzen. Vom Erzgebirge über Leipzig bis nach Schleswig-Holstein. Wir unterstützen viele gemeinnützige Zwecke, diese Hilfe leisten wir besonders gern. Wir schaffen ein Naherholungsgebiet, helfen mit, den Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu verbessern und sorgen dafür, dass CO2 gebunden wird."

Senator Uldall dankte dem Unternehmen für sein gemeinnütziges Engagement, von dem er hoffe, dass es schnell Nachahmer finde. Es sei besonders deshalb vorbildlich, weil hier wirklich etwas für jedermann geschaffen werde. "Buchen brauchen gut 100 Jahre, bis sie einschlagreif sind", erklärte der Senator, "so lange sind Esso und Mobil auch schon in Hamburg. Ich hoffe, dass die Buchen ebenso tiefe Wurzeln schlagen werden wie dieses Unternehmen."

Obstbau sichern und Gewässer schützen - Hamburg sorgt vor

(02.11. 2002)

Die Festlegung von Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern kann die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln bei der hohen Gewässerdichte in den Marschengebieten des Alten Landes weitestgehend unmöglich machen. Bundesweit wurde für besondere Gebiete, in denen die Abstandsregelungen für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht eingehalten werden können, die Grundlage geschaffen, Sondergebiete auszuweisen. Auf den Schutz der Gewässer bei gleichzeitiger Sicherung der wirtschaftlichen Existenz ansässiger Betriebe zielt die Ausweisung eines Sondergebietes im Hamburger Obstanbaugebiet. Damit verbundenen sind besondere Maßnahmen, wie die Festlegung auf ausgewählte Pflanzenschutzmittel, die Verwendung abtriftarmer Düsen und sonstiger technischer Vorrichtungen und die Einhaltung eines Mindestabstandes in Abhängigkeit von Gewässerart und Pflanzenschutzmittel.

Die Allgemeinverfügung der Behörde für Wirtschaft und Arbeit gibt den Hamburger Obstbaubetrieben klare Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit für die Durchführung eines sachgerechten Pflanzenschutzes. Die Bestimmungen sind weitestgehend, den räumlichen Gegebenheiten entsprechend, mit den Regeln für die niedersächsischen Betriebe identisch. Für den eventuell notwendigen Umbau ihrer Flächen ist den Betrieben eine Übergangsregelung eingeräumt. Die Allgemeinverfügung tritt mit Veröffentlichung im Amtlichen Anzeiger in Kraft.

Den Text einschließlich aller Anlagen können Interessierte hier als .pdf-Datei (53kB) herunterladen.

 

 

Neue Jagd- und Schonzeiten in Hamburg

(17.09.02)

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung die Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung über jagdrechtliche Regelungen beschlossen.

Es wird damit klargestellt, dass auf Grund veränderter Vorgaben des Bundes auch in Hamburg Ringeltauben grundsätzlich nur in der Zeit vom 1. November bis 20. Februar bejagt werden dürfen.

Durch die Verordnung wird der Marderhund auch in Hamburg zum jagdbaren Tier erklärt. Er gehört – ebenso wie der Waschbär – nicht zu den heimischen Tierarten. Seine Ausbreitung soll mit jagdlichen Mitteln erschwert werden. Die Jagd auf Marderhund und Waschbär ist zulässig in der Zeit vom 1. September bis 30. April, Jungtiere dürfen ganzjährig bejagt werden.

Alle neuen Jagd- und Schonzeiten gibt es in grafischer Darstellung, auch zum Herunterladen als pdf.-Datei (8 kB).

 

Wild- und Gallowayrindfleisch aus dem Duvenstedter Brook zum St. Hubertustag

(05.11.02)

In einer gemeinsamen Aktion verkaufen die Revierförsterei Duvenstedter Brook und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Hamburg auch in diesem Jahr am 9. November zum Sankt Hubertustag in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr Wild- und Gallowayrindfleisch am Naturschutz-Infohaus Duvenstedter Brook, Duvenstedter Triftweg 140, 22397 Hamburg, Tel.: 040/6072466. Im Angebot sind auch Tannengrün und die beliebten Schwedenfackeln. Es können auch Bestellungen für Gallowayfleisch aufgegeben werden.

Der NABU öffnet das Infohaus von 12.00 bis 16.00 Uhr und hält ein ausgewähltes Angebot an Geschenkartikeln, Naturbüchern und Kalendern 2003 bereit. Der NABU unterstützt den Verkauf, da das Wildfleisch aus den nachhaltig bewirtschafteten und FSC-zertifizierten Wäldern der Hamburgischen Revierförstereien und das Gallowayfleisch aus dem Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook stammt.

Leckere, selbst erprobte und gut nachzukochende Wildrezepte finden Sie ebenfalls bei uns.

Zur Rotwildbrunft in den Duvenstedter Brook - ein Walderlebnis der abenteuerlichen Art

(08.09.02)

Kommen Sie jetzt in den Duvenstedter Brook. Wir haben Beobachtungsstände angelegt, von denen aus Sie eines der spektakulärsten Naturschauspiele beobachten können: die Rotwildbrunft im Duvenstedter Brook.

Anfang September beginnt die Paarungszeit (Brunft) des Rotwildes, die bis in den Oktober hinein andauert. Seit Menschengedenken zieht dieses Geschehen Jäger und Naturbeobachter in seinen Bann. Mit etwas Glück und gebotener Rücksichtsnahme können Sie Zeuge einiger der nachfolgend geschilderten Brunftabläufe werden.

Die Brunft beginnt mit der Auflösung des Rudelverbandes der männlichen Tiere, der Hirsche. Die älteren Hirsche werden gegenüber ihresgleichen unverträglich, sondern sich ab und suchen die Nähe der weiblichen Rudel (Kahlwildrudel), die ihre verborgenen Aufenthaltsorte (Einstände) in der Nähe der meist traditionellen Brunftplätze haben. Es sind vorwiegend Plätze, die ihnen ausreichend Nahrung (Äsung) und Ruhe bieten. Die Kahlwildrudel bestehen aus den Mutterfamilien und ihrem vorjährigen Nachwuchs, den Schmaltieren.

Die Brunfthirsche nehmen während der Brunftzeit kaum Nahrung zu sich und leben von ihren Fettreserven (Feist). Platzhirsche können in dieser Zeit bis zu 40 kg Körpergewicht verlieren. Diesen Verlust müssen sie bis zum Wintereinbruch wieder aufholen, um die nahrungsknappe Zeit überstehen zu können.

Der Platzhirsch – ohne ihn geht gar nichts

Für den ersten Hirsch am Platze, den Platzhirsch ist es wichtig, dass er auf seinem Brunftplätzen eine gute Übersicht über sein Rudel hat. Hier kann er seinen Harem am besten zusammenhalten und gegenüber Rivalen abschirmen.

Zur Brunft denken die Hirsche nur an das Eine: möglichst viele weibliche Tiere in ihrem Harem zusammenzuhalten und sich bei vorhandener Bereitschaft mit ihnen zu paaren. Der Platzhirsch zeigt, wer er ist: optisch, geruchlich und akustisch demonstriert er gegenüber Rivalen seine Ansprüche auf territorialen Besitz und auf das Brunftrudel.

Durch Harnspritzen markiert er den Brunftplatz geruchlich. An diesen Stellen wird der Boden vorher durch Vorderlaufscharren (Plätzen) oder mit dem Geweih (Forkeln) aufgewühlt, was auch optisch wirkt. Auf gleiche Weise wirkt das Zucken und Hervorschieben des leuchtend roten Penis, in der Jägersprache auch Brunftrute genannt, beim Harnspritzen. Sind Nebenbuhler in der Nähe, umkreist er zunächst laut röhrend sein Rudel und durchpflügt mit dem Geweih den Boden. Dieser oft über Kilometer hörbare, gedehnt dröhnende Brunftschrei, das „Röhren“, stößt der Hirsch in einer Serie von drei bis acht tiefen, langgezogenen Rufen in der Regel mit erhobenem, zurückgelegtem Haupt und weit geöffnetem Maul (Äser) aus. Der Ruf demonstriert Selbstbewusstsein!

Die Beihirsche – lästige Abstauber

Jüngere Hirsche ohne Harem, rangniedere Beihirsche, werden vom Platzhirsch nur am Rande des Brunftplatzes geduldet. Kommt einer besonders dicht an das Kahlwild heran, wird der Platzhirsch aktiv und droht dem Gegner. Der weiß in der Regel, wer der Stärkere ist und geht Auseinandersetzungen aus dem Weg. Beihirsche sind eher „Abstauber“ als Kämpfer: sie warten auf eine Unachtsamkeit des Platzhirsches und versuchen, einige weibliche Tiere abzudrängen und sich mit ihnen aus dem Staub zu machen. Besonders während der dunklen Nachtstunden kann es für den Platzhirsch schwierig sein, seine Tiere zusammenzuhalten, die Beihirsche nutzen jede Gelegenheit.

Rivalen und Duelle

Echte Konkurrenz kommt in der Regel von außerhalb. Angezogen vom Brunftgeschrei des Platzhirsches nähern sich ähnlich alte und starke Hirsche, die ihren Harem vergrößern wollen oder noch auf der Suche nach Kahlwild sind. Lässt sich ein solcher Konkurrent blicken, bringt das den Platzhirsch in Rage: er läuft dem Rivalen entschlossen entgegen, wühlt mit dem Geweih den Boden auf (ritualisiertes Bodenforkeln) und versucht Eindruck zu machen. Der reagiert häufig seine Erregung zunächst mit seinem Geweih an einem Baum ab. Diese Kampfhandlung am Ersatzobjekt mindert die Aggression und wirkt zugleich imponierend und einschüchternd.

Optisch und sehr wirksam ist auch ist auch die Form des „Breitseite-Imponierens“ unter den Rivalen. Bei dem Imponiermarsch schreitet der Hirsch steifbeinig langsam mit niedrig gehaltenem, geradeaus gestrecktem Haupt in kleinen Schritten seitlich oder parallel zum Gegner. Meistens beschränken sie sich auf ein solches Imponier- und Drohzeremoniell.

Ernsthafte Kämpfe gleichstarker Rivalen sind dagegen äußerst selten zu beobachten. Kommt es dennoch zum Kampf, weil der Nebenbuhler nicht weichen will, so ist er ritualisiert. Nach Imponierschreiten und blitzschnellem Verhakeln (Binden) der Geweihe kommt es zu heftigem frontalen oder kreiselförmigen Hin- und Herschieben, das kurz, aber auch sehr lange und bis zu Erschöpfung dauern kann. Der Unterlegene flieht unter plötzlichem Lösen aus der Bindung der Geweihe und wird kaum verfolgt.

Ziel der Kämpfe ist es nicht, den Gegner zu verletzen oder zu töten, sondern Aufeinanderprallen und Schieben der Geweihe dienen dem Kräftemessen. Dennoch kann es zu verletzten oder getöteten Hirschen kommen. Beim Verjagen einen unterlegenen Gegners stößt der Platzhirsch eine Serie kurz abgehackter in schneller Folge ausgestoßener Laufe, den Sprengruf, aus. Doch nicht immer ist der Sieger auch der Gewinner. Dauert der Streit, können andere in der Nähe stehende Hirsche die Gunst der Stunde nutzen und das Rudel oder einzelne weibliche Tiere entführen.

Die Paarung

Duftbotschaften der weiblichen Tiere signalisieren dem Hirsch, wann sie paarungsbereit sind. Durch Schnuppern am Harn oder an der Genitalregion werden sie von ihm auf Paarungsbereitschaft hin kontrolliert. Ihr „Parfum“ steigert die Paarungsstimmung des Hirsches. Ist ihre Bereitschaft gegeben, wartet sie geduldig und zeigt ihm in typischer Haltung mit gekrümmten Rücken, breiter gestellten, leicht eingeknickten Hinterläufen und gesenktem Haupt, was sie will. Beim nur wenige Sekunden dauernden Akt (Beschlag) presst der Hirsch seine Vorderläufe fest um das weibliche Tier und drückt sich wie im Sprung unter Aufstellen des Oberkörpers mit den Hinterläufen vom Boden ab, um anschließend nach hinten abzugleiten. Der Begattungsakt ist jedoch äußerst selten zu beobachten.

Tipps für Ihren Besuch

Der Brunftverlauf wird von den Witterungsbedingungen deutlich beeinflusst. Bei schwülwarmer Luft, lebhaftem Wind und Dauerregen hört und sieht man von der Brunft wenig. Windstilles, kühles und klares Wetter begünstigt demgegenüber den Beobachtungserfolg. Kommen Sie am frühen Morgen oder zur Abenddämmerung, nehmen Sie ein möglichst lichtstarkes Fernglas und Anti-Mückenmittel mit. Besonders zur Brunftzeit ist es im Duvenstedter Brook auch möglich, dass sonst eher scheue und nachtaktive Rotwild schon in den späten Nachmittagsstunden zu sehen – für Kinder ein besonderes Erlebnis.

Ihre

Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Forstamt Hamburg

Sie können diesen Text und und die folgende Karte als pdf.-Datei (250 kB) herunterladen

 

 

Forstamt Hamburg beim 4. Höltigbaumtag - Spiel, Spaß und Natur am nächsten Sonntag

(25.08.02)

Mit einem Programm für die ganze Familie präsentieren sich Naturschutzverbände, das Gut Wulsdorf, der Ponyhof Höltigbaum, Behörden und das Forstamt Hamburg beim 4. Höltigbaumtag am Sonntag, den 1. September 2002 von 11-17 Uhr.

Eingang ins Naturschutzgebiet "Höltigbaum" ist von der Straße "Eichberg" in Rahlstedt. Wanderungen über die Weideflächen, Infostände, Kinderspiele, Glücksrad, Boden- und Gewässeruntersuchungen, Bau von Nist- und Insektenkästen, Ponyreiten und vieles andere wird geboten. Auch für Leckereien ist gesorgt.

Das Buch zur Waldgeschichte Hamburgs von Hans Walden: Stadt - Wald

 (02.07.02)

Die Neuerscheinung im Juli von Hans Walden "Stadt - Wald" ist eine fesselnde Wald- und Naturgeschichte Hamburgs. Wer sich für unsere Stadt und ihre Geschichte auch aus dem Blickwinkel der Geografie, der Botanik, des Naturschutzes und der Kulturwissenschaft interessiert, findet viele Informationen, neue Zusammenhänge und Erklärungen und spannende Geschichten über die Stadt und ihren Wald, z.B. über das Lustgehölz für die Hamburger Senatoren

Als Dissertation am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Hamburg entstanden, hat Hans Walden das gegenseitige Verhältnis von Stadt und Wald vom Mittelalter an mit Hilfe von Schriftquellen, historischen Karten und Flurnamen untersucht und viel Neues über den Hamburger Wald zu Tage gefördert.

Das Werk befasst sich mit Waldgebieten in fast allen Teilen des früheren und des heutigen Hamburger Gebiets, wobei ein räumlicher Schwerpunkt auf Hamburgs historischen Walddörfern liegt. Erstmals ist auch ausführlich nachzulesen, wie Hamburg und Lübeck seit 1420 ihre Ansprüche auf den Sachsenwald im Herzogtum Lauenburg durchzusetzen suchten.

Aus dem Inhalt:

Die waldabhängige Stadt – Auf der Suche nach den Waldgebieten der Vorgeschichte, des Mittelalters und der frühen Neuzeit – Entwicklung der Waldbesitzverhältnisse seit dem Spätmittelalter – Hamburgs Walddörfer und die Anfänge der Hamburger Forstverwaltung – Der Konflikt um den Mitbesitz am Sachsenwald – Faktoren der Waldvernichtung und Ansätze zu aktiver Waldpflege bis 1770 – Von den Zuschlägen zu den Forstrevieren (1770-1820) – Hamburgs Forstwesen vom frühen 19. Jahrhundert bis zu Waldverlusten nach dem Zweiten Weltkrieg – Die Waldgebiete bei Harburg – Forstrevier Klövensteen – Die Forsten des Kaufmanns Godeffroy

Waldeslust und Lustwald, ein historischer Streifzug von der Antike bis zum 16. Jahrhundert – Das frühneuzeitliche Hamburg und der Drang ins Grüne – Der Wald in Gartenkunst und Dichtung des 18. Jahrhunderts – B.H. Brockes als Waldbewunderer und Waldgestalter – Stadtnahe Spaziergehölze im 18. Jahrhundert – Wohldorf: „Lustgehölz für die Hamburger Senatoren“ – Waldausflugsverkehr im 19. und frühen 20. Jahrhundert – Die Anfänge von Natur- und Heimatschutz – Konflikte um die Waldromantik – Wald und Volkspark – Wald für die Kranken – Wald für die Kinder – Wald für die Toten 

 

Hans Walden: Stadt – Wald. Untersuchungen zur Grüngeschichte Hamburgs

740 Seiten, 60 Abbildungen (darunter zahlr. historische Karten, 9 farbige Abb.), Orts- und Personenregister, ISBN 3-934632-02-5

DOBU Verlag – Wissenschaftlicher Verlag Dokumentation & Buch, Dammtorstr. 32, 20354 Hamburg, Ladenpreis: 39,90 Euro

 

Norddeutsche Jugendmeisterschaften  der Springreiter im Derby-Park

(15.06.02)

Wo sich im Mai in jedem Jahr die Weltspitze trifft und um das blaue Band des Springsports kämpft, trifft sich im Spätsommer auch in diesem Jahr wieder die norddeutsche Spitze der jugendlichen Springreiter, um ihre Meister zu ermitteln.

Die "Norddeutschen Jugendmeisterschaften" finden in diesem Jahr vom 6. bis 8. September auf dem legendären Derbygelände in Hamburg statt. Eingeladen sind jeweils die 10 - 15 besten Reiter aus den fünf norddeutschen Bundesländern (Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern) und Berlin/Brandenburg, die von ihren Landesverbänden nominiert wurden, und zwar mit bis zu zwei Pferden.

In jeweils drei Wertungsprüfungen mit unterschiedlichen Anforderungen werden die Meister der Ponyreiter (bis 16 Jahre), der Junioren (bis 18 Jahre) und der Jungen Reiter (bis 21 Jahre) ermittelt. Auch die Aufbauprüfungen für die Kleinsten und für Kinder, die sich darauf vorbereiten wollen, in den nächsten Jahren in die Championats- und Meisterschaftskämpfe einzugreifen, sind in diesem Jahr stark vertreten.

Die Ausschreibungen können bei den Landesverbänden oder dem Sekretariat des NFR (Tel.: 040 / 82 81 82, Fax 040 / 82 10 91) ab 25.06.2002 angefordert oder unter www.nfr-hamburg.de abgerufen werden.

 

 

Zeitreise: auf den Spuren der Jagd im Hanseviertel

(12.05.02)

Vom 07. bis 21. Mai, wenn "die Böcke aufgehen", zeigt das Hanse-Viertel in Zusammenarbeit mit dem archäologischen Institut der Universität Hamburg eine spannende Zeitreise. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Jagd in Mitteleuropa: Von den Jagdgründen der Steinzeit über sensationelle Funde prähistorischer Jagdwaffen bis heute. Aufgelockert wird die Ausstellung durch kleine Stationen. So kann sich der Besucher etwa am Lagerplatz der Rentierjäger in die Zeit seiner Urahnen versetzen. Am 11. und 12. Mai ist darüber hinaus weidmännisches Geschick beim großen Halali mit Geweihschnitzen, Pfeilbau und Steinschlag gefragt. Auch an die kleinen Jäger ist gedacht. Viel Spaß und Spannung erwartet Kinder beim Fährtenlesen und Muschelketten-Basteln.

Doch bis die Jäger der Gegenwart mit hochspezialisiertem Gerät auf die Pirsch gehen konnten, war es ein weiter Weg. Dabei ist die Bedeutung der Jagd als Grundlage zur Ernährung unserer Vorfahren ebenso interessant wie die Legenden und Mythen, die sich um dieses Thema ranken. Wie die Geschichten der antiken Jagdgöttinen Artemis und Diana. Ausführlich wird auch auf die Jagd im Mittelalter und den bis heute lebendig gebliebenen Schutzpatron der Jäger, St. Hubertus, eingegangen. Eindrucksvoll verdeutlicht die Ausstellung, wie der prähistorische Mensch seine Waffen und Werkzeuge immer mehr verfeinerte und neu entdeckte Materialien sinnvoll einzusetzen lernte. Der Lagerplatz der Rentierjäger der Hamburger Stufe um 10.000 v. Chr. und der Bronzegießofen um 1500 v. Chr. vermitteln ein lebendiges Bild davon. Und wer hätte schon gedacht, dass vor 100.000 Jahren Waldelefanten durch Niedersachsen streiften?

Neben der Veranschaulichung unterschiedlicher Jagdweisen werden auch Forschungsmethoden und Überlieferungswege aufgezeigt. So erfährt der Besucher nicht nur eine Menge über die Großwildjagd in der Altsteinzeit. Ebenso wird über die einzigartigen Höhlenmalereien in Frankreich und Spanien aus dieser Zeit berichtet. Im französischen Lascaux haben Menschen vor 30.000 Jahren mit ihren Tierdarstellungen von Mammut, Wisent und Höhlenlöwen bedeutendes Bildmaterial hinterlassen. Ohne dieses wäre heute  kaum etwas über die Lebensweise und Jagdmethoden unserer Vorfahren bekannt.

 

Ein Hauch von Olympia in Klein Flottbek: Sören von Rönne triumphiert

(12.05.02)

Der Hamburger Mannschafts-Weltmeister Sören von Rönne hat beim 73. Deutschen Derby der Springreiter in Hamburg für den fünften deutschen Heimsieg in Serie und den 46. deutschen Sieg insgesamt gesorgt. Der 39-Jährige aus Neuendeich feierte mit dem elfjährigen Hengst Charlottenhofs Iberio den größten Einzelerfolg seiner Karriere.

34 Teilnehmer aus neun Nationen hatten sich für die internationale Springprüfung mit Stechen der Klasse S qualifiziert, fünf deutsche Reiter zogen mit jeweils einem Abwurf ins Stechen ein. Hier war von Rönne mit null Fehlern in  56,26 Sekunden deutlich schneller als der zweitplatzierte Mannschafts-Olympiasieger Marcus Ehning (Borken) auf Locando, der für seinen Null-Fehler-Ritt 60,88 Sekunden benötigte. Mit vier Fehlerpunkten holte sich Björn Nagel (Friedrichskoog) Rang drei vor Lars Nieberg (Homberg/Ohm) und Karl Schneider (Bonn).

"Iberio ist wirklich ein tolles Pferd, er hat super gekämpft und verdient gewonnen, ich bin ihm  und den vielen Leuten, die zu diesem Sieg beigetragen haben unheimlich dankbar," erklärte von Rönne überglücklich. Im vergangenen Jahr hatte er mit demselben Pferd bereits den zweiten Platz im Derby belegt.

Bürgermeister Ole von Beust: "Das Deutsche Springderby ist heute so typisch für die Hansestadt wie der Michel oder die Alster - und genauso zeitlos attraktiv." Es war "ein kleiner Vorgeschmack auf Olympia 2012 in der Hansestadt", so der Erste Bürgermeister in seinem Grußwort.

Zweiter Tag in Klein Flottbek: Außenseiter Karl Schneider gewinnt Qualifikation

(10.05.02)

Ein Außenseiter gewann, die Favoriten hielten sich zurück. Bei der 2. Qualifikation zum Hamburger Derby setzte sich der Bonner Springreiter Karl Schneider durch. Schneider ist ein Derby-Spezialist, er belegte vor zwei Jahren den fünften Platz. Der 27-Jährige gewann das Stechen mit seinem 15-jährigen Hannoveraner Giorgio als ältestem Pferd im Feld vor den ebenfalls fehlerfreien Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Champion du Lys und Sören von Rönne (Hamburg) mit Iberio.

Erster Tag in Klein Flottbek: Sören von Rönne aus Hamburg vorn

(09.05.02)

Mit Sören von Rönne (Hamburg) hat einer der Topfavoriten die 1. Qualifikation für das Springreit-Derby von Hamburg gewonnen. Der Lokalmatador setzte sich am Donnerstag mit Iberio durch und versuchte danach, die Favoritenbürde schnell wieder loszuwerden. "Das können 15 Reiter gewinnen", sagte von Rönne, nachdem er die ebenfalls fehlerfreien Christian Ahlmann (Marl) mit Arturo und Lutz Gripshöver (Werne) mit Polyfax abgehängt hatte. Anschließend belegte er im Championat von Hamburg den dritten Platz hinter dem siegreichen Toni Haßmann (Lienen) und Ahlmann.

 

 

Wildbraten vom Förster - Verkauf in der Revierförsterei Klövensteen

(03.05.02)

Die Revierförsterei Klövensteen öffnet am kommenden Sonnabend ihre Wildkammer. Am 11. Mai können Sie von 10:00 bis 16:00 Uhr küchenfertige Braten in bekannter Premiumqualität kaufen. Das Wild wurde fachmännisch zerlegt, vakuumverschweißt und tiefgefroren.

Außerdem stellt sich die Waldjugendgruppe Klövensteen vor, Parkplätze sind reichlich vorhanden.

Näheres zur Försterei und wie Sie sie erreichen, finden Sie hier. Küchentipps zur Zubereitung und  Wildrezepte gibt es auf dieser Seite.

 

 

Zukunft des Trabrennsports in Bahrenfeld gesichert

(30.04.02)

Zur dauerhaften Sicherung des Trabrennsports in Hamburg hat der Hamburger Senat heute beschlossen, der Hamburger Trabrenngesellschaft (HTRG) ein Erbbaurecht für die Trabrennbahn in Hamburg Bahrenfeld zu bestellen. Die Bürgerschaft muss dieser Entscheidung noch zustimmen. Das Erbaurecht ermöglicht dem Mieter und Betreiber die Umsetzung der geplanten Sanierungs- und Renovierungsarbeiten der Tribüne sowie der Außenanlagen der Rennbahn.

Senator Gunnar Uldall: "Die Entscheidung unterstreicht den Stellenwert, den traditionsreiche Sportarten in unserer Stadt haben. Das ist auch ein positives Signal für die Bewerbung um die olympischen Spiele 2012. Wenn es um attraktiven Sport geht, packen wir zu. Immerhin kommen jährlich mehr als 400.000 Besucher zu den 100 Veranstaltungstagen."

Das vom Senat beschlossene Erbbaurecht sieht im wesentlichen folgende Regelungen vor:
bulletErbbauzins/Einmalentgelt: 1,- €
bulletLaufzeit: 40 Jahre
bulletVertragsbeginn: 01.01.2002
bulletNutzungsbindung ausschließlich für Zwecke des Pferdesportes mit Ausnahme von:
bulletGastronomie und Events (z.B. Tagungen) im Tribünengebäude,
bulletOpen-Air-Veranstaltungen z.B. Konzerte, Kinderfeste im Innenraum und auf den Freiflächen,
bulletgewerbl. Vermietung von Stellplätzen zu Zeiten, zu denen auf der Trabrennbahn oder im Tribünengebäude keine Veranstaltungen stattfinden.
bulletVerpflichtung zur Asbestsanierung
bulletAusschluss zusätzlicher Bebauung (Mantel)
bulletBeleihungsgrenze: 80% der nachgewiesenen Gesamtinvestitionen. Damit ergibt sich bei einer Investition von 3,7 Mio. € (7,3 Mio. DM) ein sich im Zeitablauf verminderndes finanzielles Risiko der Stadt von maximal 2,98 Mio. € (5,84 Mio. DM) zu Beginn des Erbbaurechts.

Mit der Entscheidung des Senates wird eine seit Jahren unbefriedigende Situation geklärt. Die Ungewissheit über die künftige Nutzungsbedingungen hat dazu geführt, dass notwendige längerfristige Verträge mit Sponsoren und Lieferanten nicht geschlossen werden konnten.

Der Senat hatte deshalb die Wirtschaftsbehörde beauftragt, mit Hilfe einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einen Investorenwettbewerb durchzuführen. Gegenstand des Wettbewerbs war die Sanierung und der Betrieb des Geländes der Trabrennbahn in Hamburg Bahrenfeld mit seinen über den Trabrennsport hinausgehenden Nutzungsmöglichkeiten sowie die dauerhafte Finanzierung des Projektes.

Das Konzept der HTRG hat den Vorteil, dass es ohne eine planrechtliche Veränderung kurzfristig umgesetzt werden kann. Zugleich werden die Interessen der Stadt im Sinne der dauerhaften Fortsetzung des Rennbahnbetriebes gewahrt.

Die HTRG verfügt über hohe Kompetenz als Rennveranstalter, was auch die sehr gute Vergleichsposition zu den Wettumsätzen der anderen Trabrennveranstalter belegt. Das von ihr vorgelegte Konzept beruht auf einem plausibel entwickelten Investitionsbedarf mit schlüssiger Wirtschaftlichkeitsberechnung. Es bietet insgesamt gesehen die Gewähr, dass der von der Stadt mit einem niedrigen Erbbauzins bezweckte ökonomische Effekt auch tatsächlich durch private Investitionsmaßnahmen dem Trabrennsport zu Gute kommt.

Damit erfüllt das ausschließlich trabrennbezogene Konzept der HTRG die mit dem ausgeschriebenen Wettbewerb und den darin enthaltenen Rahmenbedingungen gesetzten Ziele am besten.

Senator Gunnar Uldall: "Jetzt sollten alle am Pferderennsport Interessierten an einem Strang ziehen. Es geht um das Renomée der Sportstadt Hamburg." 

 

 

Wieder im Angebot: Zivildienst im Forstamt Hamburg

(08.04.02)

Ab Juli ist einer von zwei Zivildienstplätzen im Forstamt Hamburg zu besetzen. Zu den Aufgaben gehören sowohl praktisch-handwerkliche Tätigkeiten in den Forstrevieren, wie Zaunreparaturen und Nachpflanzungen z.B. in den Hegezonen, als auch Mithilfe beim Erstellen von Lehrpfaden und Informationsmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit und bei Waldführungen.

Wünschenswert aber nicht Bedingung sind der Führerschein der Klasse B und Grundkenntnisse der PC-Handhabung. Voraussetzung sind Interesse an der Natur und an der Arbeit im Freien.

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 23. April an:

Gustav-Adolf Engelien
Behörde für Wirtschaft und Arbeit
-Abteilung Wald, Jagd und Fischerei-
Billstr. 84
20539 Hamburg .

 

Windwurfchaos aufgearbeitet: Holz zum Abtransport bereit

(05.04.02)

Die gefährlichste Arbeit ist getan: die vom Orkan Anna geworfenen und gebrochenen 5000 Bäume sind aufgearbeitet, auch im Naturschutzgebiet Höltigbaum sind die Sägearbeiten abgeschlossen, alle Waldwege sind wieder begehbar. Niemand ist zu Schaden gekommen, der Einsatz der teuren "Harvester" hat sich bewährt.

Schneller als erwartet konnten die unfallträchtigen Aufräumarbeiten im Hamburger Wald abgeschlossen werden. Teilweise arbeiteten zwei Harvester gleichzeitig, um das entstandene Chaos zu beseitigen. Mit ihrer Hilfe und dem Einsatz der forstamtseigenen Forstspezialschlepper ist es den Forstwirten in Rekordzeit gelungen, das Sturmwurf-Mikado zu entwirren, die noch nutzbaren Stämme aufzuarbeiten und geordnet zum Abtransport bereit zu legen. Auch die meisten schräg stehenden Gefahrenbäume sind inzwischen gefällt.

Von der nächsten Woche an werden die Bäume von den Windwurfflächen abtransportiert und an den Waldwegen abgelegt. Die Abfuhr ist dann Routinesache und soll so schnell wie möglich geschehen, Wegeschäden sind dabei nicht auszuschließen. In welchem Umfang Aufforstungen und ergänzende Pflanzungen nötig sind, werden die nächsten Wochen zeigen. Ob die jungen Bäume, die in den letzten Jahren gepflanzt oder von Natur aus ausgekeimt waren, den Orkan und seine Zerstörungskraft überstanden haben, kann erst nach Räumung der Flächen vom angefallenen Holz und dem Laubaustrieb beurteilt werden.

Auch jetzt ist das Betreten der Windwurfflächen noch mit Risiken verbunden: locker aufgeschichtete, schwere Baumstämme können ins Rutschen kommen oder noch aufragende Wurzelteller zurückklappen und Menschen unter sich begraben. Es gilt weiterhin: auf den Wegen bleiben, Windwurfflächen sind keine Abenteuer-Spielplätze.

 

Beruf Forstwirt - das Forstamt Hamburg bietet zwei Ausbildungsstellen.

(04.04.02)

Das Forstamt Hamburg bietet zum 01.08.2002 zwei Ausbildungsstellen für den Beruf der Forstwirtin/des Forstwirts an. Mitzubringen sind Hauptschulabschluss, volle körperliche Leistungsfähigkeit und Lust am Lernen und Arbeiten in der Natur..

Weitergehende Informationen über das Berufsbild der Forstwirtin/des Forstwirts gibt es unter http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/F/kurz_B0621104.html .

Bei Interesse an diesem schönen und vielfältigen Beruf brauchen wir Ihre/Eure Bewerbungsunterlagen bis zum 22. April 2002 an diese Adresse:

Behörde für Wirtschaft und Arbeit
- Abteilung Wald, Jagd und Fischerei - 
z. Hd. Herrn Schulz
Billstr. 84
20539 Hamburg

 

 

Fällung gefährlicher Bäume im Volksdorfer Wald

(29.03.02)

Ab Mittwoch, dem 03.04.2002 müssen im Volksdorfer Wald voraussichtlich eine Woche lang ca. 20 trockene, vom Umstürzen bedrohte Bäume an den Wanderwegen gefällt werden, um den Waldbesuchern wieder ein gefahrloses Betreten des Waldes zu ermöglichen. Außerdem werden gefährliche tote Äste unter Einsatz eines Hubsteigers aus gesunden Bäumen herausgesägt. Wie bei allen Holzeinschlagsarbeiten in der Nähe von Waldwegen werden Sperrschilder aufgestellt und Absperrbänder gespannt. Das Betreten von Waldflächen, in denen derartige Arbeiten stattfinden, ist lebensgefährlich und nach dem Landeswaldgesetz verboten. Die vor Ort tätigen Forstwirte geben gerne weitere Hinweise.

 

 

Wildbraten zu Ostern - Verkauf am 30. März 2002 am Duvenstedter Brook

(21.03.02)

In einer gemeinsamen Aktion mit dem Naturschutzbund Hamburg (NABU) verkaufen das Forstamt Hamburg (Revierförsterei Duvenstedter Brook) und der NABU Hamburg in diesem Jahr zum Osterfest Wildfleisch (portioniert, vakuumiert und tiefgefroren, passende Wildrezepte gibt es hier) und frische Wildwurst vom Rot-, Dam- und Rehwild und vom Wildschwein. Es können auch Bestellungen für Gallowayfleisch aufgegeben werden. Außerdem gibt es wieder die beliebten Schwedenfackeln, Brennholz und Zaunpfähle

Am Samstag, den 30. März öffnet der Verkaufsstand der Försterei von 09:00 - 14:00 Uhr am Naturschutz-Informationshaus Duvenstedter Brook, Duvenstedter Triftweg 140. Der NABU öffnet das Infohaus von 12:00 - 18:00 Uhr und hält ein ausgewähltes Sortiment an Geschenkartikeln, Naturbüchern, Nisthilfen etc. bereit.

Der Naturschutzbund unterstützt den Verkauf der Wald- und Fleischprodukte, weil sie aus den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern des Hamburger Forstamtes, bzw. aus dem Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook stammen.


Anna und ihr gefährliches Erbe - Windwurfschäden werden beseitigt

(08.03.02)

Die Folgen des Orkans Anna werden beseitigt. Ab heute arbeitet in Volksdorf ein "Harvester", um die vom Sturm geworfenen und gebrochenen 4000 Bäume zu zersägen und auf den insgesamt 20 ha Windwurfflächen noch stehende Gefahrenbäume zu beseitigen. Am 14.März werden auch im Naturschutzgebiet Höltigbaum die Arbeiten beginnen. Hier sind rd. 1500 Bäume betroffen.

Die mit Bio-Öl arbeitende und einem 180 PS starken Katalysator-Diesel ausgerüstete Maschine der Fa. Hüther hat extra breite Reifen, um sich auf dem durchweichten Boden fortzubewegen. An einem zehn Meter langen Greifarm surrt eine hydraulisch betriebene Kettensäge und zerlegt Stämme bis zu 55 cm Durchmesser in handliche Abschnitte. Frank Röske (32 J.) kann mit seinen Joysticks im klimatisierten Führerhaus die unter Spannung liegenden Bäume aus sicherer Zehn-Meter-Entfernung  absägen und entschärfen.

Nur in Ausnahmenfällen müssen Forstwirte mit ihren Motorsägen direkt an den gefährlichen Bäumen arbeiten, um das komplizierte Mikado der Sturmwurf-Stämme zu entwirren. Wenn nötig mit Seilwinden-Unterstützung liefern sie dem Harvester die weiter zu verarbeitenden Stämme vor. Immer mit höchster Konzentration, gilt diese Arbeit doch als die gefährlichste, die der Wald zu bieten hat.

Waldbesucher sollten die Arbeiten nur von Ferne beobachten und die Windwurfflächen nicht betreten. Die von den geworfenen Bäumen ausgehende, tödliche Gefahr ist für Laien unkalkulierbar.

 

Orkan "Anna": größter Windwurf seit 12 Jahren im Hamburger Wald

(28.02.02)

Mehr als 5000 Bäume hat der Orkan "Anna"  im Hamburger Wald gebrochen oder zu Boden geworfen. Wie schon vor vier Wochen liegt der Schwerpunkt der Schäden in den Walddörfern, dort wurden mehr als 4000 Bäume, meist ältere Fichten entwurzelt - zehnmal soviel, wie beim letzten Sturm. Damit hat "Anna" den größten Windwurf seit 12 Jahren im Hamburger Wald verursacht. Beim Betreten der Sturmschadensflächen besteht Lebensgefahr.

Wieder hatten sehr starke Regenfälle die oberen Bodenschichten stark durchfeuchtet und den besonders flach wurzelnden Fichten den Halt genommen, wieder wurden mehr Stämme geworfen, als gebrochen. Auf der größten Sturmschadensfläche in Volksdorf liegen die Bäume meterhoch übereinander. Waldwege sind teilweise unpassierbar, noch immer beseitigen die Förstereien schräg stehende, halb umgefallene Bäume an Verkehrswegen und Waldrändern. In den letzten Jahren wurden viele potenzielle Gefahrenbäume vorsorglich gefällt. Personen sind deshalb nicht zu Schaden gekommen, Sachschäden praktisch nur im Wald selbst entstanden. 

Der bis zu vier Meter hohe Verhau aus geborstenen Stämmen und Astwerk wird mit Hilfe von Seilwinden und sogenannten Harvestern aufgearbeitet. Mit Motorsägen werden die Forstwirte nur in besonderen Fällen und besonders gesichert an die unter Spannung liegenden Stämmen herangehen.  Weil jederzeit schräg stehende Bäume umkippen und geworfene Bäume ihre Lage schlagartig verändern können, besteht beim Betreten der Windwurfflächen Lebensgefahr. Besonders Kinder sollten vor dem vermeintlichen Abenteuerspielplatz gewarnt werden.

In vielen der jetzt verwüsteten Fichtenbestände wurden in den vergangenen Jahren junge Laubbäume gepflanzt und aufkommende natürliche Laubbaumverjüngung besonders gepflegt. Es wird erst im Laufe des Sommers erkennbar  sein, in welchem Umfang diese nächste Waldgeneration den Sturmwurf überstanden hat. Die Beseitigung der Sturmschäden wird mehrere Monate in Anspruch nehmen, dabei werden die Waldwege besonders belastet werden und nicht überall begangen werden können.

 

Kleine Schweine im Klövensteen - die ersten Frischlinge sind im Wildgehege zu beobachten

(14.02.02)

Gerade mal 8-14 Tage sind sie alt, 35 cm lang, schwarz-gelb gestreift und putzmunter: der Wildschweinnachwuchs im Klövensteener Wildgehege ist da. Die "Frischlinge" (Wildschwein-Kinder) mit ihren "Bachen" (Wildschwein-Mütter) können jetzt gut beobachtet werden. Spielen, säugen, schlafen, streiten - es gibt viel zu sehen bei Familie Wildschwein. 

Ausgerüstet mit einem Fernglas (kleines Tagesglas genügt), können Sie das Heranwachsen hautnah  miterleben und feststellen, dass Tierkinder - gleich welcher Art - viele Ähnlichkeiten in ihrem Verhalten haben. Mancher hat auch schon Parallelen zu Menschenkindern gesehen; am besten Sie machen einen Familienbesuch und prüfen selbst, ob unsere Wildschweine ihrem Ruf gerecht werden, die intelligenteste Wildart in  Europas Wäldern zu sein.


Sturmschäden im Hamburger Wald: 500 Bäume geworfen

(29.01.02)

Dem ersten Sturm dieses Jahres sind im Hamburger Wald etwa 500 Bäume - vor allem ältere Fichten - zum Opfer gefallen. Die Schäden fielen damit geringer aus, als die Forstleute angesichts der schweren Sturmböen befürchtet hatten. Der Schwerpunkt liegt in den Walddörfern, dort wurden mehr als 400 Bäume entwurzelt.

Die Regenfälle der letzten Tage hatten die oberen Bodenschichten stark durchfeuchtet und den besonders flach wurzelnden Fichten den Halt genommen. Meist ohne den Stamm zu brechen, entwurzelten die orkanartigen Böen in der letzten Nacht vorrangig ältere, hohe Bäume im Nordosten Hamburgs und beschädigten Wildschutzgatter. Viele Waldwege sind damit unpassierbar geworden, die Förstereien beseitigten heute vorrangig Gefahrenbäume an Verkehrswegen und Waldrändern.

Die gefährlichen Aufräumungsarbeiten an den unter Spannung liegenden Stämmen werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Forstspezialschlepper mit Seilwinden unterstützen die Forstwirte dabei. Das Holz der Bäume hat in der Regel keinen Schaden genommen, es wird verkauft.

 

 

Aufräumen im Naturschutzgebiet - Erika und Franz helfen dem Förster

(26.01.02)

"Die alten Zuchtpappeln gehören nicht ins Naturschutzgebiet Boberger Niederung,"  sagt Revierförster Elk Werhahn. Beim Aufräumen helfen der Försterei Bergedorf Erika und Franz, zwei erfahrene Kaltblut-"Rückepferde" von Holzrücker Werner Herrig aus Bendestorf. Schon seit Jahren ist er für das Hamburger Forstamt mit seinen Pferden als Holzrücker unterwegs: anstelle eines Maschinen-Traktors ziehen die speziell ausgebildeten Kaltblüter gefällte Bäume und Astwerk an die Waldwege. Dort können sie dann abgefahren oder gehäckselt werden, ohne, dass schwere Maschinen den Waldboden verdichten. "Es ist wirtschaftlicher und sinnvoller, die kleinen Pappelzweige mit Pferden zu ziehen", erklärt Herrig. Natürlich kommen auch die 1-PS-Rücker an Leistungsgrenzen, dickere Bäume oder Stammabschnitte aus älteren Waldbeständen brauchen den Forstspezialschlepper. Doch auch der fährt nicht überall herum: über ein bis zu 80 m langes Drahtseil zieht er diese Bäume  an die Rückewege. Sind die Bäume dick, glatt und gerade genug, kommen sie ins Säge- oder Furnierwerk, schlechtere Qualitäten landen als Industrieholz in Spanplatten oder im Papier. Aber nicht alles wird abgefahren, der Förster sorgt für genügend "Totholz"-Haufen, in denen Mäuse, Vögel, Insekten und Pilze zu Hause sind. 

Rund um den Boberger Baggersee werden die Arbeiten noch etwa 14 Tage dauern. Die Rückearbeiten im Wald sind die Winterbeschäftigung von Erika und Franz, im Frühjahr ziehen sie wieder ihre Kutsche.

 

 

Sehen - Spüren - Erkennen - Bestimmen: Waldführung und
Tierspurenausstellung im Wildgehege Klövensteen

(25.01.02)

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zeigt werktags vom 04. bis zum 28. Februar 2002 in der Wildhütte des Wildgeheges Klövensteen eine Ausstellung zum Thema "Tierspuren". Unser Programm beinhaltet die Führung durch die Ausstellung, Erläuterungen zu den typischen Wildspuren und eine anschließende "Spurensuche" im Wald.
Die Umweltpädagogen der SDW laden alle LehrerInnen und ErzieherInnen mit ihren Klassen und Gruppen ein, die das Thema Tiere in heimischen Wäldern bearbeiten wollen.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Erinnerung an die Fähigkeiten, die unsere Vorfahren im Spurenlesen besaßen, aufrecht zu erhalten und Kindern und Jugendlichen Artenkenntnisse zu vermitteln.
In der Ausstellung werden präparierte Waldtiere, Trittsiegel, Losungen, Gewölle, Fraßspuren und vieles mehr gezeigt. Es stehen geeignete Präparate zur Verfügung, die auch angefasst werden können.
Bei der anschließenden Waldführung gehen die Kinder selbst auf die Suche nach Spuren der heimischen Waldtiere und erkennen und bestimmen diese selbst.

Besichtigungen und Führungen vom 04.02 - 28.02.2002
Termine: Montags bis Freitags von 9.00 - 12.00 Uhr

Das Programm dauert ab Wildgatter ca. 2 Std.
Kostenbeitrag pro Kind: 2,-  ?
Führungen nur nach verbindlicher telefonischer Anmeldung bei Frau Näfken
Tel.: 040/53 05 56 - 11

Anreise: Ab Hbf mit der S 1 bis Rissen, von dort ca. 30 Min. Fußweg bis zum Wildgatter
Unverbindliche Tourenvorschläge, Angaben ohne Gewähr
Hauptbahnhof ab 8.19, 9.19, 10.19 alle 20 Min.
Rissen an 8.54, 9.54, 10.54
Rissen ab 12.27, 13.27, 14.27 alle 20 Min
Hauptbahnhof an 13.03, 14.03, 15.03

In Zukunft werden wir auch weitere Veranstaltungen zum Thema Wald, Wild und Umwelt auf dem Gelände des Wildgatters Klövensteen anbieten. Achten Sie auf aktuelle Ankündigungen.

 


Harvester pflegt den Wald im NSG Fischbeker Heide

(23.01.02)

Wenn im Winter die Natur ruht, wird im Wald gearbeitet. Im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide wird noch bis Ende Februar durchforstet. Zwischen Fischbeker Heideweg und Fischbektal markieren farbige Striche eine Vielzahl von Bäumen, die gefällt werden sollen. Revierförster Gido Hollmichel erklärt, daß diese Maßnahme erforderlich ist, um die Waldflächen entsprechend der Zielsetzung im Naturschutzgebiet zu entwickeln. So sollen langfristig der Anteil der Nadelbäume verringert und heimische Laubhölzer, wie Eiche, Buche und Birke gefördert werden. Hierbei setzt der Förster besonders auf die natürliche Verjüngung des Waldes, bei der u.a. das Eichhörnchen und der Eichelhäher mithelfen.

Damit die Bäume eine Chance zum Wachsen haben, werden in den Waldflächen Äste und Reisig liegen gelassen. Dies mag für den Betrachter zwar unordentlich wirken, schützt die jungen Bäume aber vor dem Verbiss der Rehe. Eine Beseitigung des Reisigs ist nur dort sinnvoll und erforderlich, wo Sonderbiotope, wie z.B. Heide oder Trockenrasen erhalten werden sollen. Auch tote Bäume bleiben, soweit sie keine Gefahr darstellen, im Bestand. Sie sind Lebensraum für seltene Arten.  Die Auswahl der Bäume wird nach waldbaulichen und ökologischen Kriterien getroffen. Finanzielle Aspekte spielen dabei keine Rolle. Natürlich wird  auch ökologisch das geeignete Holzernteverfahren ausgewählt, ohne dabei den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit außer acht zu lassen.

Dies ist in den meisten Fällen der sogenannte Harvester. Eine Maschine, die mit Hilfe eines Krans in der Lage ist, die Bäume bestandesschonend zu fällen, zu entasten und in Sortimente einzuschneiden. Der Einsatz dieser Maschinen hat die Arbeit im Wald humaner und sicherer gestaltet. Ohne ihre Hilfe könnte die Pflege und Entwicklung der Waldflächen nicht in gleichem Umfang gesichert, geschweige denn finanziert werden. Anschließend wird das Holz von einem Tragschlepper (Forwarder) an die Wege transportiert und aufgeschichtet. Eltern sollten darauf achten, daß die Holzstapel nicht von Kindern betreten werden. Es besteht akute Lebensgefahr, wenn das Holz ins Rollen gerät.

Sobald das Holz verkauft ist, wird es von LKW abtransportiert und zu den Sägewerken gebracht. „Ein Problem sind die milden Winter in Hamburg“, sagt Hollmichel. „Obwohl wir die Arbeiten in die kälteste Jahreszeit legen, haben wir kaum noch Frost. Spuren und Schäden an den Wegen sind dann unvermeidlich. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten werden wir zumindest die Hauptwege nach der Holzabfuhr wieder instandsetzen. Dabei kommen ausschließlich reine Naturmaterialien zum Einsatz“.


Abteilung Forstwirtschaft, Jagd- und Fischereiwesen im Amt für Wirtschaft und Landwirtschaft der Behörde für Wirtschaft und Arbeit eingerichtet

(04.01.02)                                

Der Senat hatte am 13.11.2001 beschlossen, das Fachamt für ökologische Forst- und Landwirtschaft aus der Umweltbehörde zur Behörde für Wirtschaft und Arbeit  zu verlagern. Diese wird unter der Leitung von Senator Uldall neu strukturiert. Hier war schon bisher die Zuständigkeit für die Landwirtschaft angesiedelt. Damit wurde auch die Betreuung der ökologisch bewirtschafteten Pachthöfe auf die neue Behörde übertragen.

Jetzt ist im Amt für Wirtschaft und Landwirtschaft eine neue Abteilung Forstwirtschaft, Jagd- und Fischereiwesen eingerichtet worden. In diese Abteilung wurden Forstwirtschaft und Jagd, sowie die bisher in der Abteilung Landwirtschaft organisierte Fischwirtschaft und die ebenfalls bisher hier angesiedelten Aufgaben des Pferdesports integriert. Die Aufgaben der ökologischen Landwirtschaft wurden der Abteilung Landwirtschaft/Referat Agrarproduktion zugewiesen.

Unsere Kontaktadressen, Telefon- und Faxnummern finden Sie hier immer aktuell den künftigen Veränderungen angepasst.

 

Rehe haben keine Heizung

(02.01.02)

Stören Sie das Wild bitte nicht in seinen Einständen. Mit der Energie müssen die Wildtiere  in dieser kalten Jahreszeit besonders sparsam umgehen. Störungen bedeuten Flucht - und die kostet Energie. Bitte bleiben Sie deshalb auf den Wegen, besonders nach Schneefall, besonders als Skilangläufer.

 

 

Neuer Förster im Duvenstedter Brook - Jan Malskat tritt seinen Dienst an

(02.01.02)

Zum neuen Jahr gibt es einen neuen Revierförster in der Hamburger Forstverwaltung: der Senat hat Jan Malskat als Forstinspektor im Traditionsrevier Duvenstedter Brook eingestellt. Wegen der Beurlaubung seiner Vorgängerin aus familiären Gründen war eine Nachbesetzung dieser wichtigen Revierleitung nötig geworden.

Jan Malskat hatte schon in den vergangenen drei Monaten "Revier, Haus und Hof gehütet" und ist ab heute offizieller Revierleiter im Duvenstedter Brook. Der Hege des Wildes und dem Naturschutz im Brook fühlt er sich besonders verpflichtet. "Die vorbildliche, jahrzehntelange Arbeit von Revierförster Hans Unger für die Natur fortzusetzen, sehe ich als eine besondere Herausforderung an. Das geht nur in intensiver, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz im Brook" - beschreibt er seine Hauptaufgabe.

Zur Zeit machen ihm die erhöhten Wildschweinbestände besondere Sorgen, die Schäden an landwirtschaftlichen Flächen auch in der weiteren Umgebung des Brooks haben erheblich zugenommen. Betroffen davon war auch der ökologisch bewirtschaftete Wohldorfer Hof.

 

 

Markus Willen - neuer Jägermeister für die Bezirke Bergedorf und Mitte

 (21.12.01)

Mit Wirkung vom 17.12.01 hat der Senat Herrn Dipl. Forstwirt Markus Willen zum Jägermeister für die Bezirke Bergedorf und Mitte ernannt. Er löst damit Udo Thomsen ab, der dieses Ehrenamt viele Jahre ausgeübt hatte und im Herbst zurückgetreten war.

Die im Hamburger Jagdgesetz vorgesehenen Jägermeister sind Ehrenbeamte der Hansestadt, die den Jägern und den Bürgerinnen und Bürgern in allen Fragen zu Jagd und Wild zur Verfügung stehen und wichtige hoheitliche Aufgaben in der Aufsicht über die Jagdbezirke und die Jagd wahrnehmen.

Herr Willen ist telefonisch unter der Rufnummer 040 / 44 77 12 erreichbar.

 

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Behörde für Wirtschaft und Arbeit
Abteilung Wald, Jagd und Fischerei
Alter Steinweg 4, 20459 Hamburg
Tel: (040) 428 41 16 76
FAX: (040) 428 41 20 76
Email: christa.koenig@bwa.hamburg.de