Buchenwälder
Bei diesem Waldtyp
stimmt in
unserem Klimaraum für die Buche einfach alles. Die Buche
ist Hauptbaumart, duldet in Konkurrenz fast keine anderen Baumarten und bildet
die bekannten reinen Buchenhallenwälder. Der Boden ist gut wasser- und
luftdurchlässig, ziemlich nährstoffreich und häufig zweischichtig. Während
oben reichere Sande liegen, sind in den unteren Schichten höhere Lehm- und
Tonanteile zu finden. Damit werden die Wasserhaltekraft und der
Nährstoffgehalt der Böden verbessert. Diese Böden sind bis in größere
Tiefen gut durchwurzelbar.
Solche Wälder
finden wir vor allem im Bereich der letzten Vereisung, der Weichseleiszeit. Der
Nährstoffreichtum ist unter anderem darin begründet, dass es sich um die jüngsten
und damit am wenigsten verwitterten Bodensubstrate handelt, die in 1 - 2 m Tiefe
von Haus aus hohe Kalkgehalte aufweisen und damit der natürlichen
Versauerung durch die Jahrhunderte und Schadstoffeinträge am besten
widerstanden haben. In Wohldorf, Volksdorf, Bergedorf und im Niendorfer Gehege
mit Ausläufern bis in den östlichen Klövensteen sind solche Waldtypen zu
finden. Im Wohldorfer Wald finden
wir auf diesen Böden, aber gelenkt durch Menschenhand, vereinzelt bis zu 350
Jahre alte riesige Eichen.
Ein weitere Ausnahme
gibt es im südlichen Teil der Harburger Bergen. Dort sind nach der letzten
Eiszeit durch feine aber nährstoffreiche Flugsande (Sandlöss) zum Teil mehrere
Meter dicke Auflagen entstanden, auf denen die größten Bäume Hamburgs stehen. Hier finden sich mächtige, 130 Jahre alte Douglasien von über 50
m Höhe aus der Zeit, als die ersten Samen aus Amerika nach Europa kamen, aber natürlich auch große
Buchen neben Ahorn und Eiche.
Insgesamt würden die
Buchenwälder etwa 35% der Waldfläche Hamburgs einnehmen.