Trockene Wälder auf Sandböden
Die Eiszeiten
haben uns durch die Gletscherspülungen - wie in jedem Flussbett - Sandbänke
hinterlassen: angespülte Flächen, die als trockene Hügel und kleine
"Berge" in die Landschaft ragen, sowie Flächen, in denen in der baumfreien
Zeit nach den Eiszeiten Sand ausgeweht wurde und sich andernorts zu Binnendünen
angesammelt hat. Der Boden ist arm, häufig haben die Menschen diese
Nährstoffarmut durch
Jahrhunderte lange landwirtschaftliche Nutzung nach Waldrodungen selbst
herbeigeführt. Dazu gehören auch die Heideflächen. Die Grundwasserstände
liegen so tief, dass die Wurzeln der Bäume nicht in der Lage sind, von unten
Wasser zu schöpfen. Die Bäume leben von dem Regenwasser, das in den oberen
Bodenschichten und im Auflagehumus hängen bleibt.
Sandbirke, Kiefer und
Eichen sind die Hauptbaumarten dieser Wälder. Bei höheren Nährstoffgehalten
tritt auch wieder die Buche hinzu, vermag aber nicht die Wüchsigkeit wie auf
den besseren Böden zu erreichen. In Hamburg stehen auf diesen Böden vielfach
Kiefern, die sich darauf auch gut selbst verjüngen. Erst wenn die Kiefern nach
hundert und mehr Jahren mit ihren Wurzeln den Boden durchdrungen haben und sich durch
den Nadelfall wieder eine Humusschicht gebildet hat, finden sich auch
andere, anspruchsvollere Baumarten wieder ein. In Hausbruch, Fischbek und
Neugraben, auf den Binnendünen in Rissen und Bergedorf bei Lohbrügge, den
grundwasserfernen Flächen auf Höltigbaum und im Tangstedter Raum entlang der
Alster sind Wälder mit den oben genannten Baumarten flächendeckend zu finden.
Sie würden etwa 10% der Waldfläche Hamburgs einnehmen.